Gartner-Analyse zu PC-Lieferungen PC-Markt geht weltweit um 14,8 Prozent zurück

Von Lucas Schmidt 2 min Lesedauer

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Im Jahr 2023 fiel die ausgelieferte Menge an PCs erstmals seit 2006 wieder unter die 250 Millionen Marke, obwohl der Absatz im vierten Quartal 2023 im Vergleich zu 2022 um 0,3 Prozent anstieg. Für 2024 prognostiziert Gartner allerdings Positives.

Nach den überdurchschnittlich erfolgreichen Corona-Jahren machte der PC-Markt eine Dürreperiode durch. 2024 soll er nun wieder zu alter Stärke finden. (Bild:  KI-generiert/midjourney)
Nach den überdurchschnittlich erfolgreichen Corona-Jahren machte der PC-Markt eine Dürreperiode durch. 2024 soll er nun wieder zu alter Stärke finden.
(Bild: KI-generiert/midjourney)

Die PC-Branche ist erfolgsverwöhnt. Viele Hersteller verzeichnen jahrelang steigende Umsätze. Acht Quartale in Folge war der EMEA-PC-Markt rückläufig. Geändert hat sichd das nun im vierten Quartal 2023. In diesem Zeitraum konnte wieder ein Wachstum von 8,7 Prozent erreicht werden.

Lagerbestände haben sich normalisiert

Demnach beliefen sich die weltweiten PC-Lieferungen im vierten Quartal 2023 auf insgesamt 63,3 Millionen Stück, ein Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2022. Im Gesamtjahr 2023 erreichten die PC-Lieferungen 241,8 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von 14,8 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Dies sei das erste Mal seit 2006, als 230 Millionen Geräte ausgeliefert wurden, dass die Zahl der Auslieferungen unter 250 Millionen gesunken sei. Jedoch konnten die sechs Top-Anbieter (Lenovo, HP, Dell, Apple, Asus und Acer) ihre Positionen ohne nennenswerte Marktanteilsgewinne oder -verluste halten. Auch die Lagerbestände sollen sich durch das vierte Quartal 2023 wieder normalisiert haben. Die übervollen Lager waren ein Zustand, der die Branche zwei Jahre plagte.

Nun soll es weiter bergauf gehen, das sieht auch Mikako Kitagawa, Director Analyst bei Gartner, so: „Der PC-Markt hat die Talsohle seines Rückgangs nach einer erheblichen Anpassung erreicht.“ So prophezeit er die Rückkehr zum jährlichen Wachstum für den PC-Markt. Amerika und EMEA verzeichneten bereits im vergangenen Vierteljahr ein zweistelliges Wachstum. Im Gegensatz dazu schwächle der Markt in Asien, Japan und China. Die Verkäufe im asiatisch-pazifischen Raum wiesen insgesamt einen Rückgang von acht Prozent auf und waren das siebte Quartal in Folge rückläufig, wobei Desktops stärker betroffen waren als Laptops. Zurückzuführen sei das auf die erheblichen Einbußen im Großraum China. Die Schwäche Chinas hatte großen Einfluss auf die Zahlen von Lenovo, da China deren größter Absatzmarkt ist.

Zum Vergleich hatten andere Unternehmen ziemlich unterschiedliche Ergebnisse: HP verzeichnete etwa das zweite Quartal in Folge ein Wachstum im Jahresvergleich, während Dell im siebten Quartal in Folge einen Rückgang der Auslieferungen hinnehmen musste.

EMEA-Markt als Blaupause

Auch der US-PC-Markt dokumentierte im vergangenen Quartal wieder ein Wachstum von 1,8 Prozent. Das erste Wachstum im Jahresvergleich seit dem zweiten Quartal 2021.

Nach den Corona-Rekordjahren 2020 und 2021 befand sich der PC-Markt laut Kitagawa in den vergangenen beiden Jahren weltweit in einem Anpassungsprozess und sollte nun wieder zu alter Stärke finden. Die aktuell positive Entwicklung im EMEA-Markt sei dafür eine Blaupause.

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