Studie von Opengear ist ein Warnsignal Netzwerkausfälle kosten immer mehr Geld

Von Bernhard Lück

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Die Anzahl von Netzwerkausfällen steigt und verursacht immer höhere finanzielle Verluste. Das berichteten fast zwei Drittel aller befragten deutschen CIOs in einer aktuellen Studie von Opengear. Auch dauere es immer länger, bis die Probleme solcher Downtimes behoben sind.

Laut Opengear-Studie dauert eine Downtime heute im Schnitt 9,3 Stunden, fast zwei Stunden länger als 2020.(Bild:  © – profit_image – stock.adobe.com)
Laut Opengear-Studie dauert eine Downtime heute im Schnitt 9,3 Stunden, fast zwei Stunden länger als 2020.
(Bild: © – profit_image – stock.adobe.com)

Lange Downtimes sind der – leider sehr reale – Stoff, aus dem die Albträume vieler Organisationen gewoben sind. Die Studie „The many costs of downtime“ belege deren potenzielle Gefahr für Umsatz, Reputation und den Erfolg der digitalen Transformation.

Die Befragung von 500 CIOs und 500 Netzwerktechnikern aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Frankreich und Australien zeige, dass nicht nur die Anzahl an Netzwerkausfällen steigt. Auch die mittlere Wiederherstellungszeit (Mean Time to Repair, MTTR) werde immer länger. Ein Grund sei die Notwendigkeit, Probleme vor Ort lösen zu müssen: 94 Prozent der befragten Network Engineers aus Deutschland gaben an, dass Mitarbeiter immer wieder verreisen müssten, um Netze direkt vor Ort wiederherzustellen. Unter anderem wegen der Reisezeit dauere eine Downtime deshalb heute im Schnitt 9,3 Stunden, fast zwei Stunden länger als 2020. Zudem würden teils hohe Kosten für Transport und Hotelaufenthalte entstehen.

Aus Sicht der CIOs sei der finanzielle Verlust erwartungsgemäß die schwerwiegendste Auswirkung von Netzwerkausfällen auf ihr Unternehmen. Doch in der Studie gaben die Führungskräfte auch Reputationsverlust (56 %), Datenverlust (54 %) und eine Verringerung der Kundenzufriedenheit (51 %) als direkte Folgen an. Durch den zunehmenden Schaden, den Netzausfälle anrichten, dürfte Netzwerkresilienz in absehbarer Zeit wohl an der Spitze der Prioritätenliste stehen.

„Zwar sind Netzwerkausfälle nichts Neues, doch wir beobachten einen besorgniserregenden Anstieg der Häufigkeit, der Schwere und der Kosten von Ausfallzeiten“, warnt Gary Marks, Präsident von Opengear. „Unternehmen brauchen heute zudem deutlich länger, um sich von diesen Vorfällen zu erholen. Das ist vor allem auf die zunehmende Raffinesse von Cyberangriffen und eine Kombination von wirtschaftlichen Faktoren sowie dem Fachkräftemangel zurückzuführen. Unsere Untersuchung sendet ein deutliches Warnsignal. Um finanziellen Schaden und Rufschädigung durch Netzwerkprobleme zu vermeiden, müssen Unternehmen die Ausfallzeiten so gering wie nur möglich halten. Fortschrittliche Technologien helfen Unternehmen, ihre Abläufe zu rationalisieren und die Widerstandsfähigkeit ihrer Netzwerke zu erhöhen.“

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