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ITB: Was sollten diese Werkzeuge können?
Strobel: Die Werkzeuge sollten die betroffenen Systeme, Mainframe wie Minicomputer, sowohl im Online- als auch im Batch-Modus unterstützen, von denen aus auf neue Plattformen umgestellt werden soll. Zudem sollte der Konverter, wie Conveyor von Twinsoft, Umstellungs-Tools, Automatisierungs-Tools und Textverwaltungs-Systeme vorhalten. Insbesondere den Umstellungswerkzeugen ist für eine erfolgreiche und kostensparende Migration besonderes Augenmerk zu widmen. Neben den eigentlichen Konvertierungsroutinen gehören zu diesem Toolset Masken-, Dateien- und JCL-Konverter sowie Generatoren für Datenverzeichnisse sowie Tabellen und Module für die automatisierte Umstellung proprietärer Datenhaltung auf relationale Datenbanken. Weiterhin sind Masken oder Front-ends in HTML-Technologie, Adapter für die Einbindung von Fremdsystemen sowie Funktionsmodule für die Transaktionssteuerung wichtige Teile des Toolsets. Für eine zeit- und kostensparende Automatisierung vieler Konvertierungen, ebenso für eine Minimierung von Testaufwendungen und Umstellungsrisiken, dürfen drei Werkzeuge nicht fehlen: ein Bibliothekssystem, ein Tool zur Übernahme von Originalkomponenten und ein Tool, das aus Prozedurschablonen ablauffähige Prozeduren generiert. Das erste Werkzeug wird dazu gebraucht, um Anwendungskomponenten zu hinterlegen und zu übernehmen sowie Texte der einzelnen Werkzeuge zu bearbeiten und zu laden. Das zweite Werkzeug übernimmt Anwendungskomponenten von den Ausgangssystemen und überträgt sie auf die Zielplattformen, die automatische Eintragungen dieser Komponenten in den jeweils zuständigen Bibliotheken eingeschlossen. Das dritte Werkzeug erlaubt, einzelne Verarbeitungsschritte beliebig miteinander zu verketten und so automatisch nacheinander auszuführen.
ITB: Was sind nach Ihrer Einschätzung die wichtigsten Ergebnisse einer durch einen leistungsfähigen Konverter gestützten Programmumstellung?
Strobel: Der Compiler des Zielsystems kann das konvertierte Programm direkt verarbeiten. Die Originalprogramme bleiben im Wesentlichen erhalten. Aufrufe an Datei- und Datenbanksysteme – mit Ausnahme von SQL-Aufrufen – ebenso des Masken- und Transaktionssystems sowie von Systemroutinen werden über Adapter respektive Funktionsmodule abgebildet. Diese Module stehen ebenfalls im Quellcode bereit, inklusive einer detaillierten Beschreibung der involvierten Schnittstellen. Extern gespeicherte Programmteile bleiben als eigenständige Einheiten bestehen. Sie können dennoch bei Bedarf in die Programme auf den Zielplattformen eingefügt werden. Sämtliche Programmänderungen sind durch eine automatische Protokollierung völlig transparent. Einmal umgestellte Anwendungen werden künftig auf einer soliden Codebasis zügig weiterentwickelt, weil der nicht benötigte Code klar in Kommentarform herausgestellt wird, ebenso wie der neu generierte Code.
Wie sich der Aufwand hierfür in Grenzen hält, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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