Intel Xeon W-3500 und W-2500 Mehr Kerne für Intels Workstation-CPUs

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Intel wertet die Xeon-Prozessoren für Workstations auf. Die neuen Modelle der Serien W-3500 und W-2500 bieten durchgängig mehr Kerne und damit mehr Leistung als ihre direkten Vorgänger, laufen aber auf den bisherigen Plattformen mit W790-Mainboards.

Die neuen Xeon-W-Prozessoren der Sapphire-Rapids-Refresh-Generation haben nun zwar bis zu 60 Kerne, kommen hier aber an AMDs Ryzen Threadripper immer noch nicht heran. Intels Advanced Matrix Extensions (AMX) sollen dieses Manko bei KI-Anwendungen wettmachen.(Bild:  Intel Corporation)
Die neuen Xeon-W-Prozessoren der Sapphire-Rapids-Refresh-Generation haben nun zwar bis zu 60 Kerne, kommen hier aber an AMDs Ryzen Threadripper immer noch nicht heran. Intels Advanced Matrix Extensions (AMX) sollen dieses Manko bei KI-Anwendungen wettmachen.
(Bild: Intel Corporation)

Eine höhere Zahl von Prozessorkernen für alle Modelle soll die Leistung und damit die Attraktivität von Intels Xeon-Plattform für Workstation steigern. Die beiden neuen Modellfamilien W-3500 und W-2500 – der Hersteller bezeichnet sie als Sapphire Rapids Refresh – sollen dabei auf den bisherigen W790-Mainboards laufen. Einen neuen Chipsatz gibt es nicht. Allerdings steigt durch die zusätzlichen Kerne die Base Power der Prozessoren, was höhere Anforderungen an Prozessorkühler und Netzteil stellt. Laut Roger Chandler, VP in Intels Client Computing Group sowie General Manager für Creator- und Workstation-Lösungen, basieren die neuen CPUs wegen der Kompatibilität zum W790-Chipsatz weiterhin auf Sapphire Rapids und nicht auf dessen Nachfolger Emerald Rapids. Hier hätte es wohl Probleme mit der Lauffähigkeit gegeben.

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Maximal 60 Kerne

Die neuen Serien W-3500 und W-2500 lösen ihre Vorgänger W-3400 und W-2400 ab. Wie gehabt verfügen die „großen“ W-3500-CPUs über acht DDR5-Speicherkanäle für ECC-Module und bieten 112 PCIe-Gen5-Lanes. Die maximale Zahl der Prozessorkerne steigt um vier auf 60 beim Spitzenmodell Xeon w9-3595X sowie bei den meisten anderen Modellen mit dem 16-Kerner w5-3525 als kleinstem Modell. Der Xeon w9-3575X legt gegenüber dem Vorgänger sogar um gleich acht Cores auf nun 44 zu. Bei den W-2500-Prozessoren mit vier Speicherkanälen und 64 PCIe-Gen5-Lanes beträgt der Zuwachs über alle Modelle hinweg zwei Cores. So kommt der Xeon w7-2595X nun auf 26 Cores und das neue Einstiegsmodell w3-2525 auf acht Cores. Der w3-2423 mit sechs Kernen und niedrigerem Takt bekommt keinen Nachfolger.

Bedingt durch die höhere Zahl an Kernen steigt nicht nur die Leistung, sondern auch auch die Leistungsaufnahme. So gibt Intel die Base Power des w9-3595X nun mit 385 Watt an, beim Vorgänger waren es noch 350 Watt. Bei den W-2500-Prozessoren liegt der Anstieg bei 25 Watt.

An den AMD Ryzen Threadripper der Serie 7000 mit maximal 64 Cores ist Intel nun ein gutes Stück herangerückt. Den Ryzen Pro 7000 bietet AMD allerdings mit bis zu 96 Cores an. Hier sollen aber die Advanced Matrix Extensions (AMX) bei Anwendungen wie KI-Workloads für zusätzliche Performance sorgen. Laut Intel profitiert der Xeon zudem von der umfassenden Software-Unterstützung wie etwa dem OpenVino-Toolkit. Laut Chandler sei der Bedarf an Compute-Leistung gerade durch den Boom bei KI-Anwendungen stark gestiegen. Denn nicht nur das Inferencing laufe oft auf CPUs, sondern auch die Vorarbeiten für das Training neuer Modelle sei CPU-intensiv. Daneben profitieren Anwendungen wie 3D-Rendering, CAE, medizinische Forschung oder Finanzdienstleistungen von den zusätzlichen Kernen, speziell im Vergleich zu noch oft im Einsatz befindlichen Workstations mit Xeons der Cascade-Lake-Generation.

Die Preise für die Prozessoren mit den zusätzlichen Kernen sollte ungefähr auf dem Niveau ihrer Vorgänger liegen. Dell, HP und Lenovo haben bereits angekündigt ihre Xeon-Workstations mit den neuen CPUs auszurüsten.

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