Flexible Arbeitszeitmodelle Jobsharing in Führungspositionen: so geht`s!

Von Sylvia Lösel 2 min Lesedauer

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Der Spezialdistributor DexxIT aus Würzburg setzt auf Jobsharing in der Führung, um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern und so gute Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Was muss man berücksichtigen, damit so ein Modell funktioniert?

Judith Öchsner und Stefanie Gundlach führen DexxIT gemeinsam.(Bild:  DexxIT)
Judith Öchsner und Stefanie Gundlach führen DexxIT gemeinsam.
(Bild: DexxIT)

ITB: Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Jobsharing in einer Führungsposition gelingt?

Judith Öchsner: Es ist essenziell, klare Aufgaben- und Zuständigkeitsbereiche festzulegen. Ebenso wichtig ist das Vertrauen sowohl zwischen den Jobsharing-Partnern als auch vonseiten der Führungsebene und der Mitarbeiter. Kontinuierliche Kommunikation und regelmäßige Absprachen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Informationen vorhanden sind und entsprechend weitergegeben werden. Zudem sind klare Vereinbarungen über die Arbeitszeiten und eine transparente Kommunikation sowohl intern als auch extern wichtig, damit jeder weiß, an wen er sich wenden kann.

ITB: Wie gestaltet ihr das Jobsharing?

Steffi Gundlach: Sowohl Judith Öchsner als auch ich arbeiten je 30 Stunden pro Woche. Es ist uns wichtig, dass wir genügend Überschneidungen in unseren Arbeitszeiten haben, um uns täglich abstimmen zu können. Unsere Tätigkeiten sind klar nach Aufgabenbereichen gegliedert: Ich kümmere mich hauptsächlich um Backoffice-Aufgaben und die Betreuung der Mitarbeiter, während Judith Öchsner sich auf Produktmanagement, Einkauf und Marketing konzentriert. Durch den Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie Chats, E-Mail und Telefon ist der Abstimmungsprozess flexibel und effizient. Natürlich übernehmen wir im Vertretungsfall immer auch Aufgaben des anderen und benötigen auch hier einen Einblick in aktuelle Vorgehensweisen, Prozesse und den jeweiligen Status. Durch die gemeinsame Absprache in vielen Punkten ist es meiner Erfahrung nach aber auch einfacher Lösungsansätze zu finden und hier gemeinsam mögliche Szenarien zu bewerten.

ITB: Was hat ein Unternehmen davon, wenn es so ein Modell anbietet?

Judith Öchsner: Unser Jobsharing erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Modell ermöglicht es uns als Mütter, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen, die wir in herkömmlichen Teilzeitmodellen möglicherweise nicht wahrnehmen könnten. Das gleiche gilt natürlich auch für Väter.

ITB: Welche Eigenschaften sind für eine erfolgreiche Jobsharing-Partnerschaft notwendig?

Steffi Gundlach: Entscheidend sind Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Organisationsvermögen, Flexibilität, Kooperationsbereitschaft und Eigenverantwortung. Diese Eigenschaften sind grundlegend, um die Herausforderungen des Jobsharings effektiv zu meistern und gleichzeitig die Vorteile voll auszuschöpfen.

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