KI-Agenten im Unternehmenseinsatz IBM-Studie: KI wird Teil des Kerngeschäfts

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Eine weltweite IBM-Studie unter fast 3.000 Führungskräften zeigt: Unternehmen treiben den Einsatz agentenbasierter KI-Systeme massiv voran. Entscheidungsfindung, Kostensenkung und Effizienz gelten als wichtigste Ziele. Immer mehr Firmen lösen sich von Pilotprojekten und integrieren KI fest in ihre Kernprozesse.

IBM-Studie zeigt: KI-Agenten werden in Unternehmen zum Standard. Der Fokus liegt auf Effizienz, Automatisierung und Entscheidungsfindung.(Bild:  KI-generiert)
IBM-Studie zeigt: KI-Agenten werden in Unternehmen zum Standard. Der Fokus liegt auf Effizienz, Automatisierung und Entscheidungsfindung.
(Bild: KI-generiert)

Unternehmen setzen zunehmend auf agentenbasierte KI-Systeme, die automatisierte Entscheidungen und Prozesssteuerung übernehmen sollen. Das zeigt die Studie AI Projects to Profits von IBM. Befragt* wurden dafür weltweit 2.900 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen. Die Ergebnisse deuten auf eine starke Verlagerung von KI-Projekten hin: weg von reinen Experimenten, hin zu zentralen Geschäftsprozessen.

Laut der Studie nutzen derzeit nur drei Prozent der Unternehmen agentenbasierte KI in ihren Arbeitsabläufen. Bis Ende 2025 könnte dieser Anteil auf 25 Prozent steigen. 70 Prozent der Befragten halten diese Systeme für wichtig. Besonders im Fokus steht dabei die Entscheidungsfindung.

Zudem geben 64 Prozent der Teilnehmer an, dass ihre KI-Budgets inzwischen überwiegend in den Kern des Geschäfts fließen. Der Anteil der Unternehmen, die KI lediglich punktuell einsetzen, sank deutlich – von 19 auf sechs Prozent. Jedes vierte Unternehmen verfolgt einen „KI-first“-Ansatz.

Vorteile treiben die Einführung voran

Die Studie listet fünf zentrale Vorteile auf, die die Einführung agentenbasierter KI-Systeme vorantreiben:

  • 69 Prozent nennen die verbesserte Entscheidungsfindung als größten Nutzen.
  • 67 Prozent sehen Kostensenkung durch Automatisierung.
  • 47 Prozent erwarten Wettbewerbsvorteile.
  • 44 Prozent erhoffen sich eine bessere Mitarbeitererfahrung.
  • 42 Prozent streben eine stärkere Bindung von Fachkräften an.

Laut IBM gehe es dabei nicht um einfache Prozessautomatisierung. Vielmehr sollen KI-Agenten Geschäftsprozesse umfassend umgestalten. Francesco Brenna von IBM erklärt, es gehe um „End-to-End-Orchestrierung der Agenten“ sowie um eine Integration von Daten, die Kontext und Intelligenz liefern.

Investitionen steigen, Bedenken bleiben

Die Befragten berichten, dass 2024 etwa 12 Prozent der IT-Ausgaben für KI eingeplant seien. Bis 2026 könnte dieser Anteil laut Studie auf 20 Prozent wachsen. Besonders Unternehmen mit „KI-first“-Ansatz schreiben ihrer KI einen starken Einfluss zu: Sie führen im Schnitt 52 Prozent ihres Umsatzwachstums sowie 54 Prozent ihrer operativen Margenverbesserung im letzten Jahr auf entsprechende Initiativen zurück.

Trotz der positiven Einschätzungen bleiben Herausforderungen bestehen. Zu den häufigsten Bedenken zählen:

  • unzureichender Datenzugang (49 Prozent),
  • mangelndes Vertrauen in die Technologie (46 Prozent),
  • fehlende Fachkräfte (42 Prozent).

Diese Hürden bremsen laut Studie die Umsetzung in vielen Unternehmen noch aus.

* Die Studie des IBM Institute for Business Value, die in Zusammenarbeit mit Oxford Economics durchgeführt wird, stützt sich auf Erkenntnisse aus zwei Umfragen aus dem Jahr 2025: der „AI at the core survey“ (2.500 Führungskräfte aus 18 Branchen und 19 Regionen) und der „Agentic AI pulse survey“ (400 C-Suite-Führungskräfte aus 15 Positionen, 11 Branchen und 6 Ländern). Die Fragen der Umfrage untersuchten die aktuelle Rolle der KI im Geschäftsbetrieb, einschließlich ihrer Auswirkungen auf Umsatz, Rentabilität, Produktivität und Ressourceneffizienz. Es wurden weitere Analysen durchgeführt, um wichtige Beziehungen, Trends und Assoziationen innerhalb des Datensatzes zu identifizieren.

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