KI soll Standortnetze steuern Google Cloud und Juniper koppeln Netzbetrieb an KI

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Google Cloud und Juniper Networks wollen den Betrieb von Campus- und Zweigstellennetzen automatisieren. Grundlage sei eine gemeinsame Lösung, die Mist AI und Cloud WAN verbinde. Unternehmen könnten so Hardware einsparen und Netzwerke schneller bereitstellen.

Google Cloud koppelt Cloud WAN mit Junipers Mist AI. Campus- und Branch-Netzwerke sollen sich so einfacher und sicherer betreiben lassen.(Bild:  killykoon - stock.adobe.com)
Google Cloud koppelt Cloud WAN mit Junipers Mist AI. Campus- und Branch-Netzwerke sollen sich so einfacher und sicherer betreiben lassen.
(Bild: killykoon - stock.adobe.com)

Google Cloud und Juniper Networks arbeiten enger zusammen. Beide Anbieter kündigten an, eine gemeinsame Lösung für Unternehmensnetzwerke bereitstellen zu wollen. Ziel sei es, die Vernetzung von Standorten zu vereinfachen. Der Betrieb soll automatisiert, die Verwaltung zentralisiert und der Hardwareeinsatz reduziert werden.

Das Angebot sei über den Google Cloud Marketplace verfügbar. Es umfasse Junipers Mist-Plattform für kabelgebundene und drahtlose Netze, Network Access Control (NAC), Firewalls sowie Googles Cloud WAN. Damit sollen Unternehmen auf lokale Netzwerkgeräte verzichten können. Netzwerkfunktionen würden stattdessen über die Cloud bereitgestellt. Dies solle zu geringeren Betriebskosten führen.

AIOps als Steuerzentrale

Die Basis der neuen Lösung bilde Junipers Mist-Plattform. Sie nutze KI-Modelle, um den Netzwerkbetrieb zu analysieren und automatisch zu steuern. Nutzer sollen so weniger manuell eingreifen müssen. Die Anbieter sprechen von AIOps – also IT-Betrieb durch künstliche Intelligenz.

Laut Google ermögliche die Lösung eine zuverlässige Verbindung zu Cloud-Anwendungen, auch bei hoher Auslastung. Dies sei vor allem für neue Standorte relevant. Die Einrichtung könne in wenigen Schritten erfolgen. Auch Sicherheitsrichtlinien ließen sich zentral verwalten.

Die Plattform richte sich an Unternehmen, die mehrere Standorte betreiben. Dabei gehe es um Rechenzentren ebenso wie um kleinere Zweigstellen. Juniper wolle mit der Integration seine Position im Cloud-Umfeld stärken.

GenAI trifft WAN

Beide Unternehmen verweisen auf die wachsenden Anforderungen durch generative KI. Diese benötige geringe Latenzen und stabile Verbindungen. Laut Juniper könne Mist AI helfen, Engpässe früh zu erkennen und die Netzwerknutzung anzupassen. AIOps solle dabei nicht nur reagieren, sondern vorausschauend handeln.

„Mist ist zum Synonym für KI- und Cloud-native Abläufe geworden“, sagte Sujai Hajela, EVP Campus and Branch bei Juniper. „Die KI-native Netzwerkplattform von Juniper ist die ideale Ergänzung zu Googles Cloud WAN. Sie ermöglicht es Unternehmen, die Komplexität beim Management von Campus- und Branch-Netzwerken zu bewältigen und die Anwendungsperformance durch latenzarme Konnektivität, selbststeuernde Automatisierung und proaktive Einblicke zu optimieren.“

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