Studie: GenZ am Digital Workplace Gen Z frustriert am digitalen Arbeitsplatz?

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Eine moderne, digitale Arbeitsumgebung spielt bei der Jobentscheidung eine zentrale Rolle bei jungen Arbeitnehmern. Doch finden sie die passende Ausstattung an ihrem Digital Workplace? Eine YouGov-Umfrage ist dem nachgegangen.

Einer YouGov-Studie zufolge findet die Gen Z an ihrem digitalen Arbeitsplatz nicht die passenden Kommunikationstools vor.(Bild:  ZayWin - stock.adobe.com)
Einer YouGov-Studie zufolge findet die Gen Z an ihrem digitalen Arbeitsplatz nicht die passenden Kommunikationstools vor.
(Bild: ZayWin - stock.adobe.com)

Der Fachkräftemangel wird sich auch in der IT-Branche zusätzlich verschärfen, wenn die Baby-Boomer in den nächsten Jahren in Rente gehen. Für den ‚War of talents' sollten sich Arbeitgeber also möglichst herausputzen und den künftigen Mitarbeitern einen modernen, gut ausgestatteten digitalen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Das Fehlen einer adäquaten Arbeitsumgebung bemängeln nämlich knapp zwei Drittel der Berufstätigen aus der Gen Z. Zu dem Ergebnis kommt die aktuelle YouGov-Studie im Auftrag von Hirschtec und Haiilo, bei der 501 Arbeitnehmer der Gen Z befragt wurden.

Demnach findet nur etwas mehr als ein Drittel der Berufstätigen aus der Gen Z die passenden Tools und genug Möglichkeiten für digitale Kommunikation und Zusammenarbeit, Knowhow-Transfer und Vernetzung an ihrem Arbeitsplatz.

„Es gibt noch viel zu tun: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit, was ein digitaler Arbeitsplatz kann und was sich die Gen Z wünscht, klaffen Welten“, glaubt Malte Witt, Vice President Sales bei Haiilo. Die Kernherausforderung für Unternehmen sei, eine Strategie zu entwickeln, um eine digitale Arbeitsumgebung zu schaffen, die für mehrere Generationen funktioniert, ist Khaled Thaler, Chief Sales Officer bei Hirschtec überzeugt.

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Flexible Arbeitszeiten und -modelle bei Gen Z gefragt

Zu den weiteren Ergebnissen der Studie gehört: Dürfte sich die Gen Z ihr Arbeitsumfeld selbst gestalten, würden fast drei Viertel (71 %) der 18- bis 29-Jährigen flexible Arbeitszeiten und -modelle wählen. Und für 48 Prozent sind sinnstiftende und vielfältige Arbeitsaufgaben besonders relevant, gefolgt von einer strikten Trennung von Privat- und Berufsleben (32 %).

Zufrieden zeigten sich die jungen Berufstätigen aber mit der generationenübergreifenden Zusammenarbeit am digitalen Arbeitsplatz. 84 Prozent der Befragten halten sie für gut, nur 9 Prozent für schlecht.

Während für die Mehrheit (82 %) der jungen Frauen flexible Arbeitszeiten und -modelle sehr wichtig sind, sind es bei den Männern nur 62 Prozent. Dafür war es den befragten männlichen Beschäftigten wichtiger (36 %), dass die digitale Arbeitsumgebungen auf Tätigkeitsbereich und Rollen abgestimmt sei. Das war nur bei einem Fünftel der weiblichen Befragten wichtig.

Der Wunsch nach Flexibilität bei der Wahl von Arbeitsort und Arbeitszeit scheint bei jungen Frauen somit noch stärker ausgeprägt zu sein als bei jungen Männern. Dies lässt vermuten, dass für Frauen der Gen Z Arbeitsmodelle, die zu ihrer jeweiligen Lebensphase passen, ihnen Freiraum geben und die sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirken, besonders wichtig sind. Männer hingegen scheinen häufiger in digitalen bzw. technischen Berufen unterwegs zu sein und einen entsprechend höheren Bedarf an einer zu ihren Tätigkeiten passenden digitalen Arbeitsumgebung zu haben.

„Für Unternehmen kommt es jetzt darauf an, die eigenen Arbeitsabläufe und die Unternehmenskultur genau zu analysieren“, erklärt Thaler. Er empfiehlt Unternehmen, „auch über Managed Workplace Konzepte nachzudenken und beispielsweise den Digital Workplace an Managed Service Provider auszulagern.“ So könnten sich Unternehmen „auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, beliebig nach oben wie unten skalieren und den Mitarbeitern stets eine attraktive Arbeitsumgebung bereitstellen, die technologisch weiterentwickelt und geprüft wird“, führt der Manager aus.

Witt glaubt, dass die passenden Tools am digitalen Arbeitsplatz dabei helfen werden, junge Mitarbeiter zu finden und zu halten. „Wer als Unternehmen heute gerade auch junge Mitarbeitende erreichen und langfristig an sich binden will, der sollte ihnen auch eine wirkliche digitale Heimat bieten. Kurzum: Die Gen Z will Vernetzung, will Interaktion, will Wissensaustausch und genau deshalb braucht es Tools wie ein Social Intranet. Das fördert in einer hybriden Arbeitswelt die Loyalität und die Bindung zum Unternehmen“, resümiert Witt.

Über die Studie

Im Zeitraum vom 22. März bis 5. April 2024 führte YouGov im Auftrag von Hirschtec und Haiilo eine Online-Befragung zum Thema „Erwartungen der Gen Z an den digitalen Arbeitsplatz” unter 501 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (ohne Führungsverantwortung) im Alter von 18 bis 29 Jahren in Deutschland durch. Angeben sollten die Teilnehmer unter anderem, ob sie die passenden Tools und genug Möglichkeiten für digitale Kommunikation und Zusammenarbeit, Knowhow-Transfer und Vernetzung in ihrer Arbeitsumgebung wiederfinden. Zudem wurden sie gebeten, die generationenübergreifende Zusammenarbeit und Wissensaustausch an ihrem digitalen Arbeitsplatz zu bewerten.

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