Rennen um die Computerspiele-Messe in Deutschland ist entschieden

Games Convention in Leipzig gibt auf

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Details des GC-Online-Konzepts

Die GC Online soll in einen Gamer- und einen Fachbesucherbereich aufgeteilt werden. Fachausstellung, Matchmaking und Dialogkonferenz werden im Business Center stattfinden, außerdem wird die Veranstaltung voraussichtlich zwei Publikumshallen und die Glashalle belegen. Während im Business-Bereich einzelne Foren nur kostenpflichtig für Online-Besucher zugänglich sind, soll für die Gamer in aller Welt ein für die Dauer der Messe kostenlos zugänglicher Online-Event aufgesetzt werden, bei dem Spiele ausprobiert werden können oder Online-Teilnehmer Championships gegen »reale« Besucher austragen. Ob es wie in der Vergangenheit Angebote im Außenbereich geben wird, ist noch nicht entschieden.

Als Partner für die GC Online präsentierte die Messe Leipzig zwei Branchenschwergewichte: Gamesforge 4D, der weltweit größte unabhängige Anbieter von Online-Spielen mit nach eigenen Angaben 65 Millionen registrierten Nutzern, sowie Bigpoint, einem »führender Anbieter von browserbasierten Online-Spielen«, so die Eigenbeschreibung. Das 2002 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Bigpoint ist eine Tochter der United Internet AG und liefert damit den Content, der für die Auslastung der DSL-Anschlüsse sorgt, die die Muttergesellschaft vertreibt. Korea soll als Partnerland der GC Online 2009 gewonnen werden.

Gefragt nach den Erfolgsfaktoren für das neue Messekonzept, nannten die beiden Online-Publisher unterschiedliche Ziele. Für Claus van Husen, CEO von Gameforge, ist es ein Erfolg, »wenn uns die Presse und Allgemeinheit als eigene Branche wahrnimmt«. Nils-Holger Henning, CCO von Bigpoint, sieht die den Event dann als gelungen an, »wenn sich die Games Convention Online als die führende Leitmesse im Bereich Online-Gaming etabliert und alle Player in diesem Bereich vereinigt«.

Wettbewerb geht weiter

In der Rheinmetropole wurde die Botschaft aus Leipzig gehört – und postwendend gekontert. Die Messe Köln verbreitete nur wenige Stunden nach der Vorstellung des Konzepts der GC Online eine Pressemitteilung, in der sie auf das erweiterte Ausstellerspektrum der Gamescom hinwies. Zusätzlich zu den traditionell vertretenden Publishern würden auch verschiedene Vertreter aus dem Online-, Browserspiel- und Zubehörmarkt anwesend sein, um ihre Produkte einem größeren Publikum vorzustellen.

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