Generative KI für Unternehmen Fujitsu startet souveräne KI-Plattform für Europa und Japan

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Fujitsu bringt eine dedizierte Plattform für generative KI an den Start, mit der Unternehmen Modelle und KI-Agenten in eigener Verantwortung betreiben können. Der Fokus liegt auf Souveränität, Sicherheit und rechtskonformer Nutzung sensibler Daten.

Wenn KI nur im geschlossenen Unternehmensraum agiert, bleibt auch die Datenhoheit beim Unternehmen. Fujitsus neue Plattform soll dabei unterstützen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Wenn KI nur im geschlossenen Unternehmensraum agiert, bleibt auch die Datenhoheit beim Unternehmen. Fujitsus neue Plattform soll dabei unterstützen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Fujitsu hat die Einführung einer dedizierten Plattform für generative Künstliche Intelligenz angekündigt, die Unternehmen eine eigenständige Steuerung des gesamten KI-Lebenszyklus ermöglichen soll. Die Lösung wird schrittweise in Japan und Europa eingeführt. Vorabtests starten im Februar 2026, die Markteinführung ist für Juli geplant.

Betrieb in abgeschlossenen Unternehmensumgebungen

Die neue Plattform richtet sich an Unternehmen, die generative KI in abgeschlossenen und kontrollierten Umgebungen einsetzen wollen. Ziel ist es, sensible Daten vor externem Zugriff zu schützen und regulatorische Anforderungen einzuhalten. Der Betrieb ist sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in Rechenzentren von Fujitsu möglich.

Technologische Basis sind die Private KI-Plattform auf Primergy sowie Private GPT. Ergänzt werden diese durch Technologien aus dem Fujitsu Kozuchi Portfolio. Unternehmen sollen damit KI-Modelle entwickeln, betreiben, feinabstimmen und kontinuierlich verbessern können, ohne auf öffentliche Cloud-Dienste zurückzugreifen.

Sicherheitsmechanismen für vertrauenswürdige KI

Ein zentrales Element der Plattform ist das integrierte Sicherheitskonzept. Dieses umfasst unter anderem einen Schwachstellenscanner, der mehrere tausend bekannte Risiken erkennt. Hinzu kommen sogenannte Guardrail Technologien, die Angriffe wie Prompt Injektionen oder unerwünschte Ausgaben verhindern sollen.

Die Absicherung erfolgt sowohl vor der Ausführung als auch während des laufenden Betriebs. Erkannte Schwachstellen können automatisiert in Regeln überführt werden, um einen stabilen und zuverlässigen KI-Betrieb zu gewährleisten.

Takane als Modellbasis

Als Modellbasis setzt Fujitsu unter anderem auf Takane, ein gemeinsam mit Cohere entwickeltes Sprachmodell. Dieses ist auf hochpräzise Sprachverarbeitung und Bildanalyse ausgelegt. Durch Optimierungs- und Komprimierungstechnologien lässt sich der Speicherbedarf laut Fujitsu deutlich reduzieren, wodurch generative KI auch bei begrenzten Rechenressourcen eingesetzt werden kann.

Zusätzlich unterstützt die Plattform Verfahren zur Modellquantisierung, mit denen sich die Betriebskosten senken lassen, ohne die Leistungsfähigkeit der Modelle wesentlich zu beeinträchtigen.

Entwicklung von KI-Agenten vereinfacht

Für den Aufbau von KI-Agenten stellt Fujitsu ein Framework mit Low Code und No Code Funktionen bereit. Dieses soll die Entwicklungszeit verkürzen und den Einsatz mehrerer kooperierender Agenten ermöglichen. Unterstützt wird zudem das Model Context Protocol, um bestehende Systeme und Datenquellen einzubinden.

Mit der neuen Plattform will Fujitsu nach eigenen Angaben den Einsatz souveräner und rechtskonformer KI-Anwendungen beschleunigen und Unternehmen in Europa eine tragfähige Grundlage für den produktiven Einsatz generativer KI bieten.

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