Wie digital, wie analog arbeiten deutsche Unternehmen? Ein digitaler Graben zieht sich durchs Büro

Von Elke Witmer-Goßner 1 min Lesedauer

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Das Auftragsbuch im dicken Einband, Aktenschränke in jedem Zimmer oder handgeschriebene Dienstpläne an der Pinnwand – das ist in den meisten deutschen Büros spätestens seit der Corona-Pandemie Geschichte.

Wie viele deutsche Unternehmen jonglieren die tägliche Büroarbeit noch vorwiegend analog und wie sehr sind Digital-Office-Lösungen bei ihnen schon fester Teil des Büroalltags?(Bild:  Rémy MASSEGLIA - stock.adobe.com)
Wie viele deutsche Unternehmen jonglieren die tägliche Büroarbeit noch vorwiegend analog und wie sehr sind Digital-Office-Lösungen bei ihnen schon fester Teil des Büroalltags?
(Bild: Rémy MASSEGLIA - stock.adobe.com)

Die Mehrheit setzt mindestens eine Digital-Office-Lösung ein, etwa um auf Dokumente zuzugreifen oder Kundendaten zu verwalten.

Dennoch zeigt sich ein gespaltenes Bild, wie er es selten in dieser Form gesehen habe, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Genau durch die Mitte zieht sich ein digitaler Graben.“ Nur etwa jedes zehnte Unternehmen (9 %) sieht sich bei der Digitalisierung seiner Geschäfts- und Verwaltungsprozesse als Spitzenreiter ganz vorne, weitere 40 Prozent unter den Vorreitern. Demgegenüber ordnen sich aber auch 49 Prozent unter den Nachzüglern ein. Den Anschluss an die Digitalisierung verpasst zu haben, meint aber niemand.

Vor allem kleine Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten Nachholbedarf: Unter ihnen sehen sich 54 Prozent als Nachzügler, von den Großunternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten sind es 20 Prozent. Letztere zählen sich mit 31 Prozent außerdem deutlich häufiger zu den Spitzenreitern als kleine Unternehmen (6 %). „Dass es sich nur für große Unternehmen lohnt, Prozesse zu digitalisieren, ist ein Trugschluss. Gerade kleinen Unternehmen können digitale Lösungen dabei helfen, ihre begrenzten Kapazitäten etwa an Personal und Geld effizienter einzusetzen“, so Rohleder. „Auch kleine und mittelständische Unternehmen sollten Zuständigkeiten für die Digitalisierung benennen, Weiterbildungen ermöglichen und ihre Prozesse durchgängig digitalisieren.“

Für die Erhebung dieser Zahlen hat der Digitalverband Bitkom eine Studie beauftragt, für die 505 Unternehmen ab 20 Beschäftigen in Deutschland repräsentativ befragt wurden. Wichtigste Schlussfolgerung aus den Umfrageergebnissen: „Analoges Arbeiten irgendwie zu digitalisieren, reicht heute nicht mehr aus. Es geht darum, die Unternehmensabläufe aus digitaler Perspektive sehr grundsätzlich zu überprüfen und zu optimieren“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Die Ergebnisse der Bitkom-Studie „Digital Office – Wie digital arbeiten deutsche Unternehmen?“ im Einzelnen in der folgenden Bildergalerie:

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