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Der Kunde braucht Ersatz
Im ersten Schritt müssen für die analogen Standardfestverbindungen und Stromwege der betroffenen Kunden Ersatzlösungen gefunden werden. Insgesamt zeichnet sich ab, dass diese für die Kunden deutlich teurer werden. Die Kosten verachtfachen sich teilweise, zusätzlich ist eine neue Übertragungstechnik aufzubauen. Weiterhin müssen in den meisten Kundenumgebungen bei der Nutzung von öffentlichen Verbindungen Sicherheitsmindestanforderungen erfüllt werden, besonders bei IP-Netzen. Hier ist ebenfalls mit einem erhöhten Investitionsbedarf zu rechnen.
Wesentlich an den zur Verfügung gestellten Ethernet-/IP-Diensten der Telekom ist, dass die bisherige Übertragungstechnik angepasst werden muss, um die alten Dienste wie WT, V.24 oder V.28 Ethernet- oder IP-fähig zu machen. Für diese Anpassung gibt es diverse Möglichkeiten, die je nach zu übertragendem Dienst zum Einsatz kommen. Alle diese Möglichkeiten sind jedoch nicht so einfach beim Kunden zu migrieren und für fast jede Kundeninfrastruktur ist individuell eine Lösung zu erstellen und zu erproben.
Überlegungen zum passenden Ersatz
In der Regel müssen sich die betroffenen Kunden folgenden Fragen stellen:
- Welche Übertragungsleitungen < 2 Mbit sind von der neuen Strategie betroffen?
- Welche alternativen Übertragungsleitungen oder Übertragungswege werden von welchem Provider zur Verfügung gestellt?
- Welche Schnittstellen stehen derzeit hierfür zur Verfügung?
- Welche Schnittstellen stehen zukünftig zur Verfügung?
- Sind die derzeitigen Anwendungen/Applikationen über die neue Provider-Infrastruktur nahtlos übertragbar? (Stichwort: SDH; feste Taktung und feste Bandbreite versus IP-Verhalten)
- Ist die Applikation migrierbar?
- Wie wird eine Migration auf die neuen Provider-Netze sichergestellt? (Wie erfolgt beispielsweise das Mapping der Applikationen zum Multiservice-Netz?)
- Was kostet der Umstieg?
- Stellen Alternativ-Provider eine Option dar (wie zum Beispiel BT, Arcor, spezielle Satelliten-Provider)?
- Wie erfolgt zukünftig der Zugriff auf die eigene Netzinfrastruktur? (Stichwort: Fernwartung, Remote-Einwahl)
- Wie hoch wird die Netzverfügbarkeit sein?
- Wie erfolgt eine Providerkontrolle bezüglich der Service Level Agreements (SLAs)?
- Wie ist die IT-Security-Policy?
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Vorgehensweise Controlware aufgrund der Projekterfahrung empfiehlt.
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