IT-Trends 2024 Der KI-Boom verändert Computing-Ökosysteme

Von Jeff Wittich 2 min Lesedauer

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Zwei Drittel der deutschen Unternehmen halten KI für die wichtigste Zukunftstechnologie, so eine Umfrage des Bitkom. Jeff Wittich, CPO von Ampere Computing hat drei Trends für 2024 identifiziert, die zeigen, wie die KI-Nutzung Ökosysteme verändern wird.

Jeff Wittich, hier mit einem AmpereOne-Prozessor, ist Chief Product Officer bei Ampere Computing.(Bild:  Ampere Computing)
Jeff Wittich, hier mit einem AmpereOne-Prozessor, ist Chief Product Officer bei Ampere Computing.
(Bild: Ampere Computing)

Inzwischen nutzen bereits 15 Prozent der Unternehmen hierzulande die KI, gegenüber 9 Prozent im Jahr 2022. Es spricht alles dafür, dass der Wachstumstrend auch im nächsten Jahr anhalten wird. Damit verbunden sind viele Herausforderungen aber auch neue Chancen.

KI-Inferenz und Einsatz im großen Maßstab

Der Schwerpunkt, den Unternehmen beim Thema KI legen, wird sich 2024 vom initialen Training neuronaler Netze zu deren produktivem, praktischem Einsatz, auch KI-Inferenz genannt, verschieben. Da KI-Inferenzen zehn mal mehr Rechenleistung erfordert als das Training, wird die Fähigkeit, KI in großem Umfang einzusetzen, immer wichtiger. Das Erreichen dieses erforderlichen Umfangs wird durch Leistung, Kosten und Verfügbarkeit begrenzt, so dass Unternehmen beim Eintritt in diese nächste Phase nach Alternativen zu Grafikprozessoren (GPUs) suchen werden. Dabei werden Technologien, die eine effizientere und kostengünstigere Ausführung von KI-Inferenzmodellen ermöglichen, Vorrang haben.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der KI-Nutzung

Bereits bei den Prognosen für das Jahr 2023, hat Jeff Wittich vorhergesagt, dass das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rücken wird, haben sich bewahrheitet und die Situation bei der Stromversorgung ist zeitweise noch dramatischer als befürchtet. Heute haben Rechenzentren mitunter Schwierigkeiten, ihren Energiebedarf zu decken. 2023 sind die Energiekosten weiter in die Höhe geschnellt, und das Thema Nachhaltigkeit wurde in öffentlichen wie privaten Clouds immer wichtiger. Unternehmen investierten in Produkte und Initiativen zur Senkung des Energie- und Wasserverbrauchs und suchten nach Wegen, um mehr Rechenleistung in den bestehenden Standorten unterzubringen. Die intensivierte KI-Nutzung wird 2024 zu noch mehr Nachfrage nach Rechenleistung führen, während Nachhaltigkeit und Effizienz zu Herausforderungen für den Ausbau werden könnten. Betreiber von Rechenzentren werden im neuen Jahr dem Effizienzaspekt höchste Priorität einräumen müssen, um den Ausbau nicht zu gefährden.

Datenverarbeitung wird verteilter und komplexer

Mit dem Aufkommen von KI werden einst „simple“ Geräte immer intelligenter, was dazu führt, dass es mehr Geräte als je zuvor gibt.Um Daten von diesen Geräten in Echtzeit zu verarbeiten, werden Hochleistungsrechner überall in der Fläche verteilt eingesetzt – in öffentlichen und privaten Clouds jetzt aber auch am Edge. Das führt zu einer größeren Nachfrage nach Rechnern in superlokalen Bereichen im Vergleich zu zentralisierten Regionen. Die Komplexität dieser Umgebungen erfordert Lösungen, über die die Branche vor fünf Jahren noch nicht verfügte. Es wird mehr spezialisierte Anbieter als je zuvor geben, die versuchen, der Situation gerecht zu werden. Aber nur einige wenige Unternehmen, die über die richtige Technologie und die erforderlichen Fähigkeiten verfügen, um die nächste Ära der Datenverarbeitung zu gestalten, werden in der Lage sein, den erforderlichen Umfang sowie die notwendige Leistung und Energieeffizienz zu liefern. Diese Unternehmen werden sich im Jahr 2024 von der Konkurrenz abheben.

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