CEO Raju im Knast, Aktien im Keller, Regierung unter Zugzwang

Bilanzfälschungen stürzen den indischen IT-Konzern Satyam in die Krise

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Die unsichere Zukunft

Trotz der Regierungsstütze brodelt die Gerüchteküche über die Konzernzukunft. Es geht etwa darum, welche Satyam-Filets vom wem übernommen werden könnten. Zum Beispiel sei schon vorher überlegt worden, ob Teilfusionen möglich wären: Im Gespräch waren Mindtree, HCL Technologies und Tech Mahindra.

Inwieweit ein Satyam-Crash Auswirkungen auf die gesamte indische IT-Industrie oder gar weltweit haben wird, bleibt im Bereich der Spekulationen. Insbesondere indische Medien bemühen Vergleiche mit Enron und Worldcom.

Doch nach der heutigen Pressekonferenz der neuen Aufsichtsräte scheint der Konzern mehr Forderungen zu haben als Verpflichtungen. Zugleich sagte die indische Regierung finanzielle Unterstützung zu.

Doch dass es erneut Änderungen in den Buchungsgepflogenheiten geben wird, steht nahezu außer Zweifel. Nach den Zusammenbrüchen der beiden genannten US-Firmen kam es zum Sarbanes-Oxley-Act (SOX), der an US-Börsen notierte Firmen zu mehr Transparenz in ihrer Buchhaltung verpflichtet und das Management dafür haften lässt.

Bei Satyam sucht der Aufsichtsrat jedenfalls akut nach neuen Wirtschaftsprüfern.

(ID:2018725)