Viele Unternehmen unvorbereitet für den EAA Barrierefreiheit: Das ändert sich für Unternehmen im Juni

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Im Juni diesen Jahres soll der European Accessibility Act (EAA) in Kraft treten. Doch viele Unternehmen sind noch nicht darauf vorbereitet, wie eine Umfrage von Storyblok zeigt. Was muss bis zum Stichdatum getan werden?

Der European Accessibilty Act (EAA) soll das digitale Erlebnis inklusiver machen. Menschen mit Behinderung sollen dank der neuen Vorgabe von mehr Barrierefreiheit im Netz profitieren.(Bild:  Tida - stock.adobe.com)
Der European Accessibilty Act (EAA) soll das digitale Erlebnis inklusiver machen. Menschen mit Behinderung sollen dank der neuen Vorgabe von mehr Barrierefreiheit im Netz profitieren.
(Bild: Tida - stock.adobe.com)

Am 28.Juni 2025 tritt der European Accessibility Act (EAA) in Kraft – doch 75 Prozent der europäischen Unternehmen sind noch nicht auf die neuen Barrierefreiheitsvorgaben vorbereitet. Dies zeigt eine aktuelle Storyblok-Umfrage unter 200 europäischen Fachkräften für digitale Barrierefreiheit.

Besonders alarmierend: 9,5 Prozent der Unternehmen planen keinerlei Maßnahmen zur Umsetzung. Allerdings drohen bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben rechtliche und finanzielle Konsequenzen.

Diese Anforderungen müssen Unternehmen für den EAA erfüllen

Das Ziel des European Accessibility Act ist es, digitale Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten. So soll Menschen mit Behinderung die Nutzung digitaler Angebote erleichtert werden. Außerdem sollen die Standards hierdurch innerhalb der EU standardisiert werden. Betroffen sind unter anderem Websites, Apps, E-Commerce-Plattformen sowie Bank- und Verkehrsdienstleistungen. Wenn sich Unternehmen nicht an die Vorschriften halten, drohen ihnen Strafen und Wettbewerbsnachteile.

Doch obwohl die Frist näher rückt, setzt sich nur ein Teil der Unternehmen aktiv mit der Umsetzung auseinander. 19,5 Prozent haben ihre Anpassungen weitgehend abgeschlossen, doch fast ein Drittel zweifelt daran, ob ihr Unternehmen ausreichend vorbereitet ist. Die fehlende Bereitschaft zur Anpassung könnte nicht nur rechtliche Konsequenzen haben, sondern auch potenzielle Kundinnen und Kunden ausschließen.

Deshalb fordern Experten eine frühe Integration der Barrierefreiheit

Der Co-Founder von Storyblok Dominik Angerer sagte: „Die Einhaltung des EAA ist keine bloße Bürokratie, sondern ein entscheidender Faktor für inklusive digitale Erlebnisse.“ Zudem sieht er auch einen Vorteil für Unternehmen, denn die Umsetzung des EAA sorge für eine breitere Kundenbasis und bessere Nutzererfahrungen. Dabei seien die Anpassung einfacher als gedacht: „Bereits kleine Änderungen wie verbesserte Farbkontraste, Alt-Texte für Bilder oder eine navigierbare Website per Tastatur können einen großen Unterschied machen“, sagte Angerer.

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