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Kommentar „Danke für die Escape-Taste!“
Wenn IBM-Forscher Xenon-Atome als IBM-Schriftzug anordnen, ist das schon beeindruckend. Eher banal kommt da die Erfindung der Escape-Taste daher.

Bob Bemer, der „Vater des ASCII-Codes“ war von 1957 bis 1965 bei IBM für Programmierstandards zuständig. 1960 begann er seine Arbeit am ASCII-Code und sorgte dafür, dass PC-Tastaturen eine Escape-Taste bekamen.
Diese Erfindung – so banal sie erscheinen mag – hat die Benutzerführung in der PC-Software revolutioniert. Man hat sich irgendwie verklickt, und will einfach nur eine Ebene zurück – die Escape-Taste macht ihrem Namen alle Ehre und ermöglicht die Flucht.
Escape – Vorgang abbrechen? – Ja/Nein. So einfach können Benutzeroberflächen dank Bob Bemer sein.
Völlig unverständlich ist es, warum es so manche Software trotz Escape-Taste schafft, ihren Nutzer zu verwirren, mit Dialogen wie: Escape – Wollen Sie den Vorgang wirklich abbrechen? – Abbrechen/Weiter.
Heißt „Abbrechen“ in diesem Fall, dass der angestoßene Vorgang abgebrochen werden soll, oder soll der Abbruchvorgang abgebrochen werden? Heißt „Weiter“, dass das Abbrechen fortgesetzt werden soll, oder der angestoßene Vorgang?
Wer hier zu lange darüber nachdenkt, fällt entweder dem Irrsinn anheim, oder erlangt die Weisheit eines Zen-Meisters. Das ist wie bei Meditationsfragen wie „Im Urwald fällt ein Baum um, aber niemand ist da, der es hören konnte. Gab es ein Geräusch?“
Fakt ist, dass Dialoge mit dem Rechner noch viel komplizierter wären, hätte der Vater des ACSII-Codes nicht an sie gedacht. Danke für die Escape-Taste!
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