Rechner für Unterwegs Zwei Kerne soll mein Notebook haben

Redakteur: Christian Träger

Vor dem Launch von Windows Vista haben viele Hersteller noch einmal ihre Notebook-Reihen aktualisiert. Bereit für das kommende Betriebssystem sind die Geräte bereits.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Nachdem Intel nach kurzer Zeit bereits die zweite Generation seiner Core-Duo-CPUs vorgestellt hat, gehören Prozessoren mit zwei Kernen bei Notebooks inzwischen zum Standard. Auch die mobilen Rechner auf AMD-Basis bilden hier keine Ausnahme.

Acer

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Das Hamburger Unternehmen hat erst kürzlich versucht, mehr Transparenz in sein Hardwareangebot zu bringen. In diesem Zug wurde unter anderem der Notebook-Bereich neu klassifiziert, so dass sich die mobilen Rechner nun in folgendes Schema einfügen müssen: „Desktop-Ersatz“, „Mobilität bei der Arbeit“, „Home-Office- und Small-Office-Lösungen“ sowie „Home Entertainment“. Die jüngsten Modelle sind im Bereich der Desktop-Replacements angesiedelt, wodurch zunächst Verwirrung entstehen dürfte: Wer hinter einem Desktop-Ersatz bisher ein leistungsfähiges Notebook mit einem großen Display, zum Beispiel mit einer Diagonale im 17-Zoll-Widescreen-Format, gesucht hat, der muss bei Acer umdenken. Die Travelmates 6410 und 6460 gibt es mit 15 und 15,4-Zoll-Dipslay. Das Travelmate 3040 hat gar nur ein Widescreen-Panel mit 12,1 Zoll und soll vor allem den Anforderungen mobiler Anwender gerecht werden.

Dass sich das Travelmate 3040 dennoch bei den Desktop-Replacements wiederfindet, begründet Acer unter anderem mit der optional erhältlichen Dockingstation, die auf dem Schreibtisch wartet und dort bei Bedarf eine schnelle Verbindung zu den angeschlossenen Peripheriegeräten ermöglicht. Ziel sind damit vor allem große und mittlere Unternehmen, die ihre Desktop-Computer durch Notebooks ersetzen wollen, um mehr Flexibilität zu erreichen. Ihre Leistung beziehen die drei Modelle von Intels Core 2 Duo. Die Einstiegspreise reichen von 899 (Travelmate 6460) bis 1 399 Euro für das Travelmate 3040 (Preise HEK).

Fujitsu Siemens

Nach Angaben des Unternehmens erfüllt das Lifebook C1410 als erstes Notebook die Umweltschutz-Anforderungen des „Nordic Swan“. Getestet wurde es vom renommierten „Swan Institute“, das dem Notebook das offizielle skandinavische Gütesiegel verliehen hat. Getestet wurden unter anderem der Energieverbrauch, Geräuschemission sowie die Schadstoffbelastung für Luft, Wasser und Boden, die beim C1410 unter den gesetzlich zugelassenen Grenzwerten liegt. Das Notebook arbeitet mit Intels Centrino-Duo-Technologie und ist mit einem 15- oder 15,4-Zoll-Display erhältlich. Die empfohlenen Verkaufspreise beginnen bei 1 899 Euro (UVP).

Hewlett-Packard

Auf mobiles Entertainment sind die drei neuen Modellreihen Pavilion dv2100, 6100 und 9100 getrimmt. Das Einstiegsmodell bildet das Pavilion dv2100, das mit einem 14,1-Zoll-Display im Wideformat ausgestattet ist. Im dv6100 steckt dagegen ein 15,4-Zoll-Panel, während das dv9100 mit einem Wide-Display mit 17 Zoll Diagonale ausgerüstet ist. Alle drei Serien sind mit Zweikern-Prozessoren von AMD oder Intel erhältlich, die je nach Modell durch integrierte oder dedizierte Grafiklösungen ergänzt werden. Im Spitzenmodell, dem dv9100 zum Beispiel, steckt eine Geforce Go 7600, die auf bis zu 512 Megabyte eigenen RAM zurückgreifen kann. Als Betriebssystem ist jeweils die Media Center Edition von Windows XP vorinstalliert, wobei alle drei Serien zu Vista kompatibel sind. Die Einstiegspreise liegen zwischen 799 und 1 199 Euro (UVP).

Lenovo

Intels Core 2 Duo ist nun auch in einigen Modellen der Serien Thinkpad T, R, X und Z zu finden, die damit nicht nur mehr Leistung, sondern gleichzeitig die Unterstützung für ein 64-Bit-Betriebssystem bieten. Zudem werden einzelne Modelle mit einem Wireless-LAN-Modul angeboten, das die Standards Bandbreiten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Für einige Thinkpad-Notebooks bietet Lenovo die Sicherheitslösung Safeguard von Utimaco an, die Authentifizierung von Lenovo kombiniert.

MSI

Als Office-PC hat MSI sein 17-Zoll-Widescreen-Notebook L730 vorgestellt, das es ab 999 Euro (UVP) gibt. Hier kommt ein AMD-Prozessor zum Einsatz, wobei der Kunde die Wahl zwischen einem Sempron 3200+ und einem Turion 64 X2 hat. Der AMD Turion stellt ebenfalls die Leistung von zwei Kernen zur Verfügung, die mit maximal 1,6 Gigahertz takten. Die Basis für das Megabook L730 bildet Nvidias Nforce-4-Chipsatz, der mit einer integrierten Geforce 6100 Go zudem die Grafik liefert. Ebenfalls integriert ist High-Definition-Audio, so dass selbst Multimedia-Liebhaber mit dem mobilen Rechner auf ihre Kosten kommen. Bluetooth und Gigabit-Ethernet gehören neben Wireless LAN zur Grundausstattung bei den Kommunikationsmöglichkeiten.

Toshiba

Neben einigen anderen Notebooks hat Toshiba zwei weitere Modelle aus seiner Qosmio-Reihe vorgestellt. Diese Geräte sollen gleichzeitig Computer, Fernseher, Surround-System und DVD- sowie Festplatten-Rekorder sein. Die benötigte Leistung liefert bei den Modellen G30-205 und F30-147 jeweils ein Core 2 Duo. Für die Grafik zeichnet eine Geforce Go 7600 mit 256 Megabyte RAM verantwortlich. Das Glare-Display im G30-205 bietet eine Diagonale von 17 Zoll und arbeitet mit einer Auflösung von 1 920 x 1 200 Bildpunkten, so dass hier höchste High-Definition-Auflösungen mit 1 080 Zeilen möglich sind. Die hochauflösenden Inhalte könnten von Filmen auf HD-DVD kommen, die sich auf dem HD-DVD-ROM-Laufwerk im G30-205 abspielen lassen. Das Qosmio G30-205 soll 2 999 Euro (UVP) kosten.

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