Breitbandmessung Zu langsames Internet? Position der Verbraucher wird gestärkt

Von dpa

Im Streit mit ihrem Internetanbieter haben Kunden bald bessere Karten. Am 1. Dezember 2021 tritt ein Gesetz in Kraft, das ein Minderungsrecht enthält: Ist das Internet deutlich langsamer als vertraglich zugesichert, kann der Verbraucher weniger Geld bezahlen.

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Die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur bietet Internetnutzern die Möglichkeit, die Performance des Browsers beim Surfen im Internet zu testen.
Die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur bietet Internetnutzern die Möglichkeit, die Performance des Browsers beim Surfen im Internet zu testen.
(Bild: gemeinfrei© MediaDS / Pixabay )

Dafür muss der Kunde die Desktop-App Breitbandmessung der Bundesnetzagentur herunterladen und über ein LAN-Kabel Messungen vornehmen. Wer die Desktop-App nutzt, kann die Leistung seines Internetzugangs messen und somit ggf. eine nicht-vertragskonforme Leistung nachweisen. Für mobile Messungen steht die Breitbandmessung/Funkloch-App zur Verfügung.

Wer sich auf das neue Minderungsrecht berufen will, muss sich aber noch etwas gedulden. Denn: Im Moment bereitet die Regulierungsbehörde die Festlegung von Vorgaben für die App vor – also wie oft man wann messen muss, damit das Messprotokoll vollständig ist und die Leistungsmängel belegt sind.

„Wir werden Mitte Dezember die Regelungen für das Festnetz veröffentlichen, wie die Messungen erfolgen müssen, und ein Messtool bereitstellen, um das Minderungsrecht nachzuweisen“, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur in Bonn. Die App gibt es schon jetzt, für das neue Minderungsrecht muss sie aber noch überarbeitet und die neuen Vorgaben müssen formal veröffentlicht werden.

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