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Europäischer Datenschutztag

Zahl der Software-Schwachstellen erreicht Rekordwert

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

2017 sind laut den Sicherheitsforschern des Hasso-Plattner-Institut mehr als 11.000 Meldungen zu Software-Schwachstellen erfasst oder aktualisiert worden.
2017 sind laut den Sicherheitsforschern des Hasso-Plattner-Institut mehr als 11.000 Meldungen zu Software-Schwachstellen erfasst oder aktualisiert worden. (Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0)

Die Zahl der entdeckten Schwachstellen in Software hat nach einer Analyse im vergangenen Jahr einen Rekordwert erreicht. 2017 seien mehr als 11.000 Meldungen zu Software-Schwachstellen erfasst oder aktualisiert worden, teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) zum Europäischen Datenschutztag am Sonntag mit.

Im Jahr 2017 hat die Zahl der weltweit registrierten Software-Sicherheitslücken einen neuen Höchststand erreicht. Eine Untersuchung des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ergab, dass in den vergangenen zwölf Monaten rund 11.003 Meldungen zu Software-Schwachstellen registriert oder aktualisiert wurden. Dies ist ein gutes Drittel mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2016 waren es nämlich noch 8.093 Schwachstellen gewesen, danach folgt auf Platz drei das Jahr 2014 mit 7.682 Schwachstellen.

Die Zahl der Software-Schwachstellen hat laut HPI 2017 Rekordwerte erreicht.
Die Zahl der Software-Schwachstellen hat laut HPI 2017 Rekordwerte erreicht. (Bild: Hasso-Plattner-Institut)

„Die aktuellen Rekordwerte der registrierten Sicherheitslücken sind alarmierend, da immer größere Bereiche des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens von komplexen Software-Lösungen abhängen“, erklärte HPI-Direktor Christoph Meinel. Das Institut empfiehlt Firmen und Privatnutzer, ihre Programme regelmäßig zu aktualisieren. Problematisch seien aber Systeme wie Microsofts Windows XP, für die keine Updates mehr entwickelt würden. Das alte Betriebssystem laufe noch heute auf Millionen von Computern.

Auf der Website des HPIs können Nutzer per Selbstdiagnose ihre Browser und Browser-Plugins kostenlos auf erkennbare Schwachstellen überprüfen lassen.

Grundlage der Auswertung ist eine Datenbank des Instituts, in der Fehlerbeschreibungen der Hersteller und anderer im Internet vertretener Portale gesammelt werden.

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