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Intel Xeon E-2100-Serie Workstation-Xeon mit Coffe-Lake-Aroma

Autor: Klaus Länger

Mit den Xeon-Prozessoren der E-2100-Serie bringt Intel die Xeon-Variante der Core-Prozessoren der achten Generation. Die Desktop-Xeons für Sockel 1151 sind für Workstations der Einsteiger-Klasse bestimmt. Im Gegernsatz zu den Core-Prozessoren bieten sie eine ECC-Unterstützung.

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Nach der Mobile-Variante bringt Intel jetzt die Desktop-Modelle der Xeon-E-2100-Serie auf Coffee-Lake-Basis.
Nach der Mobile-Variante bringt Intel jetzt die Desktop-Modelle der Xeon-E-2100-Serie auf Coffee-Lake-Basis.
(Bild: Intel)

Nach der Mobile-Version der Xeon-E-2100-Prozessoren, die Intel im April auf den Markt gebracht hat, folgen nun die Desktop-Modelle der Xeons auf Coffee-Lake-Basis. Die Prozessoren sind laut Intel für Workstations der Einstiegskategorie bestimmt und nur für den Single-Socket-Betrieb ausgelegt. Der 14-Nanometer-Prozessor nutzt zwar ebenso wie die Core-Prozessoren der achten Generation den Sockel LGA1151, ist aber für den Einsatz auf Mainboards mit dem Workstation-Chipsatz C246 ausgelegt. Ebenso wie die Desktop-Varianten verfügen die neuen Xeon-E-Plattformen über insgesamt 40 PCI-Express-3.0-Lanes. 16 davon gehen auf das Konto der CPU, dazu kommen weitere 24 Lanes, die der Chipsatz zur Verfügung stellt. Für den Einsatz von zwei Grafikkarten mit jeweils 16 Lanes muss weiterhin ein Xeon-W-Prozessor zum Einsatz kommen. Ein Unterschied zu den Core-Prozessoren besteht in der Unterstützung von ECC-Speicher. Über zwei Speicherkanäle können maximal 64 GB DDR4-2666 adressiert werden.

Mit oder ohne integrierte GPU

Die Palette der neuen Xeon-Prozessoren beginnt beim E-2124 mit vier Kernen und acht MB Cache für 193 US-Dollar. Er bietet kein Hyperthreading und auch keine integrierte GPU. Die gibt es mit dem ansonsten baugleichen E-2124G mit Intel UHD-630-Grafikeinheit.

Das Spitzenmodell ist der E-2186G mit sechs Cores, zwölf Threads und integrierter GPU für 450 US-Dollar. Er verfügt über zwölf MB Cache. Die Turbo-Taktfrequenz liegt bei 4,7 GHz, der Basis-Takt bei 3,8 GHz. Laut Intel soll der Prozessor die etwa 1,36-fache Leistung des direkten Vorgängers E3-1285 v6 liefern. Dieser Prozessor der Kaby-Lake-Familie verfügt aber nur über vier Kerne und acht Threads.

Die Xeon-E-2100-Familie besteht aus Prozessoren mit vier oder sechs Kernen und mit oder ohne integrierte Grafikeinheit.
Die Xeon-E-2100-Familie besteht aus Prozessoren mit vier oder sechs Kernen und mit oder ohne integrierte Grafikeinheit.
(Bild: Intel)

Mit dem C246-Chipsatz bekommen Workstations auf Basis der neuen Xeon-Prozessoren eine Unterstützung von USB 3.1 Gen2 mit zehn GBit/s und einen WLAN-MAC mit 802.11ac-Unterstützung. Allerdings wird ein Companion-RF-Modul als zusätzliche Komponente, die Intel in Form einer M.2-2230-Karte anbietet. Optane-Speicher ist mit dem Chipsatz ebenfalls nutzbar.

Erste Workstations mit der neuen CPU werden voraussichtlich von Dell, HP und Lenovo kommen. Die ersten Workstations mit einer Xeon-CPU kamen von 20 Jahren auf den Markt: Der Pentium II Xeon war eine Slot-2-CPU mit den Abmessungen eines Taschenbuchs.

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