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Cebit 2017

Wo Chips unter die Haut gehen

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Die Cebit versteht sich als Schaufenster der Zukunft.
Die Cebit versteht sich als Schaufenster der Zukunft. (Bild: Deutsche Messe)

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Als Schaufenster der Zukunft versteht sich die IT-Messe CeBIT in Hannover. Die digitalen Trends von morgen rund um Roboter, fahrerlose Autos und Liefer-Drohnen will sie dabei erneut abbilden. Neben den Chancen sollen auch die Risiken neuer Technologien beleuchtet werden.

Es geht um Roboter, Drohnen, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz, um Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Technologiemesse Cebit will ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, die wichtigste Leistungsschau der Digital-Branche zu sein. Das Motto vom 20. bis 24. März lautet „d!conomy - no limits“. Der englische Begriff für „grenzenlos“ und das Kunstwort „d!conomy“ - eine Fusion der englischen Begriffe für Digitalisierung und Wirtschaft - sollen die Dimension des heute alle Lebensbereiche erfassenden Leitthemas ausdrücken.

Die Spanne der Anwendungen reicht von humanoiden Robotern bis hin zu intelligenten Prothesen oder digitalen Altenpflegern und Türöffner-Chips, die nicht nur sprichwörtlich unter die Haut gehen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer mehr. Die Digitalisierung erlebbar machen ist der selbst gesetzte Ziel der Technologiemesse, die zahlreiche Anwendungsbeispiele für Versicherungen und Banken, Handel, den Gesundheitssektor, die öffentliche Hand oder den Automobilbereich verspricht.

Trendbarometer und Impulsgeber

Die Cebit will Trendbarometer und Impulsgeber für die digitale Welt sein. Sie hat sich in den vergangenen Jahren vom einstigen Magneten für alle Computer-Enthusiasten zur reinen Digital-Fachmesse für Geschäftskunden entwickelt. Partnerland ist mit Japan ein Staat, der dabei zur Weltspitze gehört. „Die Digitalisierung beeinflusst unsere Wirtschaft so stark wie kaum etwas anderes“, betont Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die schon vor einem Jahr mehr Tempo beim digitalen Umbau der Wirtschaft in Europa gefordert hatte.

Neue Entwicklungen beim 3D-Druck, bei den Robotern und auch der künstlichen Intelligenz könnten Produktionsprozesse und ganze Wertschöpfungsketten revolutionieren, heißt es in einem Grußwort der Kanzlerin, die betont: „Die Analyse riesiger Datenmengen ermöglicht neue Geschäftsmodelle und Produkte, die auf Kundenwünsche genau zugeschnitten sind.“ Mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe plant sie am Eröffnungstag wieder einen Rundgang durch die Hallen.

Die dunkle Seite der Digitalwelt

Bei den zahlreichen Konferenzen, die die Cebit seit ihrer Neuausrichtung begleiten, werden neben diversen kreativen Köpfen der digitalen Welt auch Buch-Autor Michael Nast („Generation beziehungsunfähig“) oder der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, Vorträge halten. Der BKA-Präsident soll die kriminelle, dunkle Seite der Digitalwelt („Cybercrime/Darknet“) beleuchten. Auch der NSA-Enthüller Edward Snowden wird sich erneut per Video-Schaltung aus seinem russischen Exil zu Wort melden.

Eine Bohrinsel im Maßstab 1:15 baut Chip-Gigant Intel auf. Er will an ihr den Drohnen-Einsatz in der Industrie anschaulich demonstrieren. Denn in einem „Drohnenpark“ unter freiem Himmel soll diesmal unter anderem gezeigt werden, wie mit den kleinen Fluggeräten solche Plattformen oder auch Windräder inspiziert werden können. Auch der zuletzt bei den US-Wahlen kontrovers diskutierte Einsatz von Bots - Software, die in Online-Netzwerken mit Menschen kommunizieren kann - wird in Hannover eine wichtige Rolle spielen. Wer die Welt der fahrerlosen Fahrzeuge erproben will, hat dazu in Hannover die Chance: Bei der Cebit werden autonom fahrende Shuttle-Zubringer eingesetzt.

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