eMail aus der Redaktion Wo bleibt der Durchbruch für Windows Vista?

Redakteur: Philipp Ilsemann

Ein Dreivierteljahr nach dem Launch von Windows Vista wartet Hersteller Microsoft weiterhin auf den großen Durchbruch für sein neues Betriebssystem. IT-BUSINESS-Redakteur Philipp Ilsemann fragt dazu nach bei Dr. Knut Löschke, Chef des größten Microsoft-Lizenzhändlers PC-Ware, wie es um den Migrationswillen in Deutschland bestellt ist.

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Sehr geehrter Herr Dr. Löschke,

mit großem Getöse hat Microsoft sein Betriebssystem Windows Vista Anfang des Jahres auf den Markt gebracht. Eine runderneuerte Benutzeroberfläche, verbesserte Suchfunktionen und eine leichtere Bedienbarkeit sollten die Kunden reihenweise zur Migration bewegen. Der Erfolg lässt jedoch noch auf sich warten. US-Marktforscher berichten, Vista verkaufe sich um 59 Prozent schlechter als seinerzeit Windows XP nach dem Start. Zahlreiche Unternehmenskunden statten selbst neue Rechner lieber mit dem alten Betriebssystem aus – getreu dem Administratoren-Mantra: »Never touch a running System«.

Sie als Chef des größten deutschen Microsoft-Lizenzhändlers können sicher am Besten beantworten, was die Gründe für diese Migrationsscheu sind. Haben die Kunden Angst vor Vista, oder sind sie einfach mit ihrem bestehenden Betriebssystem so zufrieden, dass sie keine Notwendigkeit für den Umstieg sehen?

Mit freundlichen Grüßen,

Philipp Ilsemann

Managing Website Editor IT-BUSINESS

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Antwort von PC-Ware

Sehr geehrter Herr Ilsemann,

zunächst die gute Nachricht: Von Generation zu Generation haben sich die Microsoft-Betriebssysteme gemausert und sind zu professionellen Betriebssystemen und damit zum integralen Bestandteil einer zunehmend unternehmenskritischen Infrastruktur geworden.

Daraus folgt die schlechte Nachricht: Solche wesentlichen Infrastrukturbestandteile wirft man nicht einfach mal so weg und führt sie auch nicht ohne Sinn und Verstand holter die polter über Nacht ein.

Zudem haben sich mindestens seit 2000 die Innovationszyklen verlängert. Das betrifft sowohl die Hardware als auch die Software und ist letztlich ein Ausdruck der gewachsenen Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Systeme. Was gestern brandneu war, tut auch heute noch klaglos seinen vorbestimmten Dienst. Warum sollte man sich da auf ein Wagnis einlassen?

Kurz: Angst vor Vista hat niemand. Aber der Umstieg auf Vista und andere neue Infrastrukturplattformen für gegenwärtige oder morgige Applikationen wird genau getestet, überlegt und das Return of Investment berechnet. Die IT ist in der seriösen, professionellen Welt der »Old Economy« angekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Knut Löschke

CEO

PC-Ware Information Technologies AG

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