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DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019: Interview Western Digital

„Wir haben eine einzigartige Sichtweise“

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Die DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2019 macht im April und Mai Halt in Hamburg, Hanau, München und Köln.
Die DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2019 macht im April und Mai Halt in Hamburg, Hanau, München und Köln. (Bild: Vogel IT-Medien)

Die DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019, die im April und Mai Halt in vier deutschen Städten macht, wirft ihre Schatten voraus. Storage-Insider hat im Vorfeld Interviews mit einigen hochkarätigen Experten geführt, die den Teilnehmern der Technology Conference ihr Fachwissen und ihre Erfahrung in Vorträgen und Gesprächen vermitteln werden. Hier im Interview: Uwe Kemmer, Technologist, EMEA Field Engineering bei Western Digital.

Im Rahmen der DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019 haben Fachbesucher in Hamburg (2.4.), Hanau (30.4.), München (2.5.) und Köln (7.5.) die Gelegenheit, in die Welt der Data Analytics einzutauchen, Updates zu Trendthemen wie Data-Lakes oder All-Flash-Storage aus erster Hand zu erfahren oder ganz einfach lückenlos informiert zu bleiben. Einen der Fachvorträge hält Uwe Kemmer, Technologist, EMEA Field Engineering bei Western Digital, zum Thema „Transformation der IT-Infrastruktur eines globalen Unternehmens“. Wir haben nachgefragt.

Storage-Insider: Herr Kemmer, das spannende Thema Ihres Vortrags auf der DATA Storage & Analytics Technology Conference 2019 lautet „Transformation der IT-Infrastruktur eines globalen Unternehmens“. Wie muss man sich einen derartigen Kraftakt vorstellen? Welche Herausforderungen stellen sich dabei?

Uwe Kemmer, Western Digital: Die Transformation von Western Digital war eine sehr aufregende Reise, die durch die Integration von drei großen Fortune-500-Unternehmen getrieben wurde, die alle zu einem einzigen Fortune-150-Unternehmen zusammengeführt wurden. Dieses große Unterfangen hat uns die Möglichkeit gegeben, alles neu zu evaluieren, von Anwendungen über Systeme, Prozesse bis hin zur Integration unserer Kultur.

Im Hinblick auf unsere Infrastruktur und Systeme haben wir drei Hauptziele. Erstens: eine Architektur zu schaffen, die es uns ermöglicht, auf eine sich verändernde Umgebung zu reagieren; zweitens: eine Umgebung zu schaffen, die flexibel genug ist, um die Vorteile der neuen Technologien zu nutzen, die entwickelt werden – die Modernisierung ist ein Gateway, um Ihnen Zugang zu modernen Systemen zu ermöglichen. Und drittens: eine Infrastruktur bereitzustellen, die einen Self-Service der IT ermöglicht. Dazu gehört unter anderem das Bereitstellen eines zufriedenstellenden Produktivitätsservices am Arbeitsplatz.

Die erste Herausforderung, der wir uns stellen mussten, war das Aufdecken und die strategische Stilllegung von Legacy-Infrastrukturen mit geringen Auswirkungen auf den täglichen Betrieb. Zweitens mussten wir Prioritäten setzen, um unser Budget und unsere Personalressourcen effektiv verwalten zu können.

Im Bereich der Geschäftsanwendungen haben wir mit mehr als 3.000 Anwendungen in den drei bestehenden Unternehmen begonnen. Es hat sich herausgestellt, dass diese teilweise dreifach vorhanden waren! Während wir sehr stark an der Überarbeitung unseres Portfolios und mit der Erstellung mehrjähriger Roadmaps beschäftigt waren, haben wir uns so organisiert und positioniert, dass wir die Cloud-Technologie für die meisten großen Programme nutzen konnten. Um unsere Rationalisierungsmaßnahmen zu beginnen, haben wir uns sofort in IT-Arbeitsabläufe organisiert, die den Business-Ablauf widerspiegeln, und uns in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen auf die Abstimmung unserer Prozesse konzentriert, die durch unsere Technologiestrategie unterstützt werden.

Der erste Integrationsprozess bestand zunächst darin, laufende Projekte richtig zu disponieren, so dass wir unnötige oder doppelte Arbeit und Kosten schnell stoppen und unsere Ressourcen auf unsere zukunftsorientierten Strategie und Planung umleiten konnten. Gleichzeitig haben wir eine Anwendungsinventur für alle bestehenden Unternehmen durchgeführt. Schließlich haben wir viel Zeit darin investiert, die Geschäftsprozesse in jeder Funktion zu verstehen, um Technologie- und Prozess-Roadmaps zu erstellen, die unsere Cloud-Strategie berücksichtigen.

Meist führen mehrere Wege zum Ziel. Welchen Lösungsansatz haben Sie in dem von Ihnen skizzierten Beispiel verfolgt?

Es hat sich herausgestellt, dass die meisten HGST-Infrastrukturen und -Prozesse technisch unausgereift und nicht auf dem letzten Stand waren. Der Ansatz bestand darin, die zugrunde liegende Infrastruktur zu reparieren und gleichzeitig unsere Suite für Kernanwendungen über SaaS in die Cloud zu verlagern. Unser Ansatz war es, zuerst unsere grundlegenden Fähigkeiten wie beispielsweise Single Sign-On und Networking anzusprechen. Wir haben uns auf die Sicherheit konzentriert und gleichzeitig die grundlegenden Prozesse verbessert, so dass die Benutzerfreundlichkeit nicht nur vereinheitlicht, sondern auch deutlich verbessert wurde.

Zweitens haben wir uns auf unsere Kommunikations- und Kollaborations-Tools konzentriert und unsere SaaS-Strategie umgesetzt, während wir an der Rationalisierung unseres Anwendungsportfolios gearbeitet haben. Das erste Ziel war es, Anwendungen, die Mitarbeiter täglich nutzen, schnell zu integrieren, angefangen bei E-Mails, Instant-Messaging und Content-Collaboration.

Schließlich haben wir uns auf kostenbasierte Synergien konzentriert. Das heißt, wir haben uns mit Initiativen beschäftigt, die uns nachhaltige Kosteneinsparungen ermöglichen. Bei allem haben wir uns die Zeit genommen, die Kosten der Dinge, die On-Premise waren, mit der Cloud zu vergleichen. Zum Beispiel die Bewertung der Gesamtbetriebskosten (TCO) für die Einrichtung eines Objektspeichersystems im Vergleich zu einem altmodischen Dateisystem zur effizienten, sicheren und kostengünstigen Speicherung großer Datensätze.

Der Gesprächspartner: Uwe Kemmer, Technologist, EMEA Field Engineering bei Western Digital.
Der Gesprächspartner: Uwe Kemmer, Technologist, EMEA Field Engineering bei Western Digital. (Bild: Western Digital)

Wie kann man die Herausforderungen an ein globales Unternehmen auf andere Firmen übertragen? Inwiefern ähneln sich Probleme bei unterschiedlicher Unternehmensgröße?

Im Allgemeinen werden die meisten Herausforderungen eines globalen Unternehmens auf Unternehmen jeder Größe übertragen. Die meisten Unternehmen haben die gleichen grundlegenden Funktionen, einschließlich E-Mail, Netzwerk und ähnlichem. Die SaaS-Technologie und das Cloud-Modell haben standardisierte Angebote, die es kleineren Unternehmen ermöglichen, viele der gleichen Funktionen und Service-Levels wie große Unternehmen zu nutzen. Darüber hinaus ermöglicht die Einführung einer SaaS-Strategie kleinen Unternehmen eine schnelle Skalierung auf ein großes Unternehmen, falls erforderlich.

Letztendlich haben SaaS und die Cloud-Umgebung das Spielfeld bis auf viele der angebotenen Dienste geebnet. Jetzt hat jeder Mitarbeiter Zugriff auf unglaubliche Funktionen, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Sie gehen in Ihrem Vortrag auch aufs Thema „Künstliche Intelligenz“ ein. Könnten Sie den Rahmen dafür kurz umreißen?

Vereinfacht ausgedrückt: Das Framework bringt alle unsere Daten an einen Ort, setzt Tools an die Spitze und lässt dann am anderen Ende „Magie“ aufkommen.

Etwas detaillierter: Unser Framework besteht durch die Schaffung einer flexiblen Plattform aus „Zukunftssicherheit“. Durch die Implementierung eines dreistufigen Framework-Ansatzes ermöglichen wir verschiedene Benutzergruppen und das Wachstum bei der Nutzung von erweiterten Analysen.

• Daten sammeln: Die Basisebene ist das Framework, das die Datenaggregation und -erfassung ermöglicht.

• Daten verarbeiten: Die mittlere Ebene ist die Verarbeitungsmaschine.

• Wert erkennen: Die oberste Ebene ist die realisierende Wertebene, auf der der Analysealgorithmus und die Analysewerkzeuge ausgeführt werden.

In unserer Umgebung wird künstliche Intelligenz (KI) auf unseren eigenen Activescale und Intelliflash (Tegile) umgesetzt.

Zehn Gründe, warum es sich lohnt, an Konferenzen teilzunehmen

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Zehn Gründe, warum es sich lohnt, an Konferenzen teilzunehmen

11.03.19 - Der Arbeitsalltag bietet uns Routine und ist unabdinglich. Doch manchmal lohnt es sich auch, die Routine aufzubrechen. Einen besonders lohnenden Anlass bietet eine Veranstaltung, die geballtes Wissen vermittelt und den Kontakt zu Experten herstellt. Wir brechen an dieser Stelle eine Lanze für die Konferenz. lesen

Wie unterstützt Western Digital seine IT-Lösungspartner? Und wie die Entscheider in den Anwenderunternehmen?

Western Digital unterstützt seine IT-Geschäftspartner im Activescale-Channel durch die gemeinsame Entwicklung von Activescale-Referenzarchitekturen und Anwendungsfällen und die Integration von Umgebungen mit Produkten von Drittanbietern. Wir haben viele Produktpartner, mit denen wir zusammengearbeitet haben, um kohärente Lösungen zu entwickeln.

Zum Beispiel verwenden wir Nusuni, um Daten über mehrere Standorte hinweg mit Activescale als Backend zu teilen. Gleichzeitig nutzen wir Komprise, eine Technologie, die es uns ermöglicht, ein verbessertes Tiering durchzuführen. Ein weiteres Beispiel ist die Arbeit, die wir mit Splunk machen. Wir arbeiten mit der Data Center Systems Group und deren EDA-Produkt zusammen, um Splunk aus der Cloud On-Premise zu bringen. Das ermöglicht uns, Kosten zu senken und gleichzeitig einen längeren Datensatz für Trending und Analysen bereitzustellen.

In allen Fällen arbeiten wir Seite an Seite mit unseren Technologiepartnern, um Lösungen für Probleme auf dem Markt zu finden.

Zum Abschluss eine etwas provokante Frage: Warum sollten sich die Konferenzbesucher Ihren Vortrag anhören?

Western Digital hat gerade eine dreijährige Reise abgeschlossen, bei der wir drei Fortune-500-Unternehmen in ein einziges, einheitliches Fortune-150-Unternehmen integriert und uns in das größte Datenspeicherunternehmen der Welt verwandelt haben. Wir haben eine einzigartige Sichtweise und Perspektive, die niemand sonst hat.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kemmer!

► Mehr Infos zur DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2019

 

 

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