Microsoft erinnert an das Ende des Vista-Vorgängers Windows XP verschwindet aus den Regalen – aber nur fast

Redakteur: Harry Jacob

Kommenden Montag endet der Verkauf von Windows XP als Boxed-Produkt für den Einzelhandel. Auch Hardware-Hersteller bekommen dann keine Lizenzen mehr. Lediglich System Builder haben eine Gnadenfrist von sieben Monaten – und die wollen sie nutzen.

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Seit 18 Monaten ist Windows Vista auf dem Markt. Laut Microsoft waren bis Mai mehr als 140 Millionen Lizenzen abgesetzt, für den Softwarehersteller offiziell ein Erfolg, obwohl Microsoft-Chef Steve Ballmer intern mehr Anstrengungen anmahnt, den Absatz zu steigern. Ganz andere Stimmen sind im Handel zu hören: demnach halten viele Unternehmenskunden noch an Windows XP fest und weigern sich, auf den Nachfolger zu wechseln. Business-PC werden deshalb häufig noch mit dem Vista-Vorläufer angeboten. Doch dieser Kanal soll langsam trockengelegt werden.

Für jedes Microsoft-Produkt gibt es einen festgelegten »Lebenszyklus«. Mindestens fünf Jahre läuft die Phase des »Mainstream Supports«, in der Regel bis ein Jahr nach Erscheinen des Nachfolgeproduktes.

Rückzug mit Hindernissen

Ursprünglich sollte deshalb die Auslieferung von Windows XP bereits Anfang des Jahres gestoppt werden. Da jedoch wichtige Verbesserungen des Nachfolgers Windows Vista, die mit dem Service Pack 1 erscheinen sollten, erst im März 2008 bereitgestellt werden konnten und mancher PC-Hersteller zudem damit drohte, weniger leistungsfähige Maschinen mit Linux statt Windows auszuliefern, hatte Microsoft die Frist bis zum 30. Juni 2008 verlängert. Danach gibt es für den Einzelhandel und die Hardwarehersteller keine Möglichkeit mehr, von Microsoft neue Windows-XP-Lizenzen zu kaufen.

Aber keine Regel ohne Ausnahme: sogenannte »System Builder«, das sind kleinere PC-Hersteller, dürfen noch bis 31. Januar 2009 Windows XP-Lizenzen beziehen und ihre Systeme mit diesem Betriebssystem verkaufen. Die werden ihre Chance nutzen, die »Vista-Verweigerer« gezielt anzusprechen, solange sie XP noch anbieten können.

Lesen Sie auf Seite 2: Wie Windows XP trotzdem noch den Weg in den Handel findet.

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