Microsofts neues Betriebssystem: Top oder Flop? Windows 8 – der Erstkontakt

Redakteur: Heidi Schuster

Über Windows 8 hört man in letzter Zeit viel, hauptsächlich Skeptisches, gerade wenn es um den Einsatz auf nicht touch-fähigen Geräten geht. Die IT-BUSINESS-Redakteurin Heidi Schuster hat das Betriebssystem auf einem Notebook installiert: Ein persönlicher Bericht über ein persönliches Betriebssystem.

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Der Desktop von Windows 8 ist dank der Live-Kacheln immer in Bewegung.
Der Desktop von Windows 8 ist dank der Live-Kacheln immer in Bewegung.
(Bild: Heidi Schuster)

Windows ME überzeugte nicht, dafür das Folgeprodukt XP. Darauf folgte der Vista-Flop und dann kam der Windows-7-Erfolg. Setzt man diese Reihe fort, müsste Windows 8 ein Reinfall werden. Die Skepsis rührt hauptsächlich daher, dass ein Betriebssystem für touch-fähige Geräte wie Tablets und Smartphones auf einem herkömmlichen Notebook oder einen PC installiert werden soll. Wie kann das gehen? Microsofts Windows 8 soll eben beides können.

Nach längerem Überlegen entschloss ich mich, Windows 8 nicht auf meinem ausrangierten Laptop, sondern auf meinem aktuellen und nur privat genutzten Notebook zu installieren. Es ist ausgestattet mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher, einem Intel Core i5 der zweiten Generation, einer 128-Gigabyte-SSD und einer 500-Gigabyte-HDD. Bisher läuft es unter Windows 7 – noch.

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Hallo!

Die Installation von Windows 8 Pro verläuft reibungslos. Nach knapp einer Stunde sind alle benötigten Dateien heruntergeladen und installiert. Microsoft verspricht, dass beim Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 keine Daten oder Programme verloren gehen und man nichts sichern muss. Ich mache alles nach Anweisung, also habe ich auch nichts gesichert.

Beim ersten Hochfahren meines Notebooks begrüßt mich das neue Betriebssystem mit „Hallo!“. Dann habe ich die Qual der Wahl: Welche Farben sollen der Desktop und die Kacheln haben? Nach langer Hin-und-Her-Klickerei zwischen mindestens 20 verschiedenen Farben habe ich mich dann für Pink entschieden – mal was anderes.

Dann ist Microsoft noch so nett und sagt dem neuen Windows-8-User, dass er das Menü in der Kacheloptik findet, wenn der Mauszeiger ganz oben rechts in die Ecke geführt wird – und schon geht es los. Ab jetzt ist man auch auf sich alleine gestellt. Der Desktop ist schön bunt, die Live-Kacheln sind animiert und irgendwie fühle ich mich schon heimisch – alles ist personalisiert und mein Vorname prangt oben rechts am Desktop.

Für mich ist die Kachel-Optik nicht ganz so neu, da ich ein Windows Phone 7 besitze und mich beinahe zwei Jahre daran gewöhnen konnte. Dennoch weiß ich erst mal nicht, was ich jetzt machen sollte. Also klicke ich mich durch alle vorinstallierten Kacheln. Gleich der erste Klick führt auf E-Mails. Hier will Microsoft, dass ich ein Microsoft-Konto anlege. Bisher habe ich mich geweigert. Will ich aber, dass sich mein künftiges Windows Phone 8 mit meinem Notebook synchronisiert, werde ich nicht drum herum kommen.

Wie sich Windows 8 bedienen lässt und ein erstes Fazit lesen Sie auf der nächsten Seite.

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