100 Tage Windows 10 und das erste große Windows-Update

Windows 10: bereit für den Firmeneinsatz

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Kosmetisches

Nach der Installation des Updates hat sich auf den ersten Blick wenig geändert. Im Detail bringt Windows 10 1511 allerdings Feinschliff beim Startmenü mit nun auf Wunsch vier statt drei Kachelreihen, bei den Kontextmenüs mit einem einheitlicheren Erscheinungsbild, einer Reihe neuer Icons sowie zusätzlichen Farben für die Personalisierung. Auch Apps zeigen sich nun mit einem farbigen Titelbalken. Zudem wurde die Snap-Funktion für Fenster im Detail verfeinert. Der User kann nun aus dem Taskswitcher heraus bestimmen, wo ein Fenster angedockt werden soll.

Der Edge-Browser erhält mit dem Update eine Tab-Vorschau und die Möglichkeit, Bookmarks und die Leseliste mit anderen Rechnern zu synchronisieren. Dazu kommen Multimedia-Funktionen wie das Streamen oder die Miracast-Übertragung von Bildern und Videos. Auf die Erweiterungsmöglichkeit des Browsers mittels Add-ons muss man aber weiter warten.

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Auch Cortana bekommt mit dem November-Update einige Verbesserungen, etwa die Erkennung handschriftlicher Notizen oder von in Edge geöffneten PDF-Dateien. Etliche andere neue Cortana-Fähigkeiten für Einkauf oder Reise hängen aber von Bing ab und stehen daher hierzulande nicht zur Verfügung.

Unter der Haube

Microsoft hat mit der Version 1511 auch in den Eingeweiden von Windows 10 einige Verbesserungen eingeführt. So kann die Speicherverwaltung bei knappem, freiem Arbeitsspeicher ungenutzte Speicherseiten komprimieren, statt sie auf Platte auszulagern. Das ist vor allem für Besitzer von Atom-Tablets mit nur zwei GB Arbeitsspeicher eine willkommene Funktion. Nutzer dieser Tablets dürften sich auch auf die Möglichkeit freuen, Apps nun auch auf Speicherkarte zu installieren. Für Windows-10-User mit Rechnern in denen bereits ein Intel- Skylake-Prozessor arbeitet, bringt die neue Version eine längere Akkulaufzeit. Das aktuelle Windows-Update unterstützt nun auch die Speed Shift Technology für das Power-Management der Prozessoren.

Nächste Haltestelle: Redstone

Das November-Update auf die Version 1511 lief bei Microsoft unter dem Codenamen „Threshold2”. Die Entwickler in Redmond arbeiten natürlich bereits an der nächsten Version, die den Namen „Redstone” trägt. Sie soll nach Informationen der Seite Winbeta vor allem die Continuum-Funktionen stark erweitern. Ähnlich wie bei Apples Continuity-Funktion solle es beispielsweise möglich sein, ein E-Mail auf einem Windows-10-PC zu beginnen und dann auf einem Windows-10-Smartphone weiterzuschreiben. Ein SDK soll die Roaming-Funktionen auch für App-Entwickler verfügbar machen. Als Erscheinungstermin für Redstone wird der Sommer 2016 angepeilt.

Für Ärger könnte dagegen die Absicht von Microsoft sorgen, Windows 10 ab dem kommenden Jahr als „empfohlenes Update” anzubieten. Damit werden Rechner mit Windows 7 SP1, Windows 8 oder 8.1 und aktiviertem automatischem Update die Windows-10-Installationsdateien erst einmal automatisch herunterladen. Allerdings soll vor der Installation ausdrücklich gefragt werden, ob man das Update auf Windows 10 durchführen will. Wer hier ablehnt, der soll auch nicht mehr mit Aufforderungen behelligt werden. Zudem hat man nach dem Update 31 Tage Zeit, wieder auf die alte Windows-Version zurückzukehren.

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