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Managed Services

Titelstory Sysob, Interview

Wiederkehrende Umsätze mit Managed Services

| Autor: Dr. Andreas Bergler

Georg Thoma, Geschäftsführer von Sysob
Georg Thoma, Geschäftsführer von Sysob (Bild: Marc Fippel Fotografie)

Der Markt verlangt zunehmend nach Managed Services – auch in Bereichen, die bisher von Hardware-Verkauf geprägt sind. Geschäftsführer Georg Thoma sieht Sysob hier in der Rolle als Vorreiter.

ITB: Seit Anfang des Jahres verstärken Sie jetzt die Geschäftsleitung von Sysob. Wo liegt Ihr operativer Schwerpunkt?

Thoma: In den vergangenen Jahren haben Margendruck, disruptive Servicemodelle und die Cloud die Wertschöpfungsketten im IT-Channel nachhaltig verändert. Ein Wandel, der auch die IT-Distribution herausfordert. Während die Volume-Distribution dem Margenverfall in erster Linie mit logistischer Effizienz entgegenwirkt, liegen die Chancen für die Spezialdistribution weiterhin in der Differenzierung über Projekt-Support und Beratungsdienstleistungen. Managed Services werden hier künftig eine wichtige Rolle spielen. Einer meiner Schwerpunkte liegt deshalb im Ausbau von dedizierten MSP-Angeboten für unsere Systemhaus- und IT-Fachhandelspartner.

ITB: Welche Rolle spielt Sysob innerhalb der MSP-Wertschöpfungskette?

Thoma: Wir sehen uns als Enabler von MSP-­Lösungen für den Wiederverkauf. Unser Fokus liegt dabei vor allem auf den ­Anforderungen von Mittelstandsunternehmen. Längst nicht jedes Systemhaus besitzt heute die nötigen Ressourcen, um eigene Managed Services zu hosten und konform zu den geforderten Service-­Leveln bereitzustellen. White-Label-Dienste großer Cloud-Anbieter wiederum spiegeln in letzter Konsequenz oft nicht die Erwartungen deutscher KMUs wider. Aus dieser Diskrepanz ergibt sich insgesamt ein Markt mit hohem Poten­zial für wiederkehrende Umsätze – ein Geschäftsfeld, das wir in Zukunft gemeinsam mit unseren Resellern verstärkt adressieren möchten.

ITB: Was planen Sie in den Kernbereichen Security und WLAN?

Thoma: Gerade im IT-Sicherheitsumfeld werden Managed Services zunehmend vom Markt gefordert. Zum einen, weil mittelständische Unternehmen mehr und mehr von den klassischen IT-Investitions­modellen abrücken, zum anderen weil schlichtweg das Knowhow für die Integration komplexer Sicherheitsarchitekturen fehlt und viele IT-Abteilungen personell ohnehin schon am Limit operieren. Ein Mix aus On-Premises und Managed Security trägt hier maßgeblich zur Entlastung bei und erhöht gleichzeitig das Sicherheitsniveau. Deshalb bauen wir ­gerade ein Portfolio für Managed Firewalls auf. Ergänzend dazu planen wir die Umsetzung von Managed WLAN. Beides greift ohnehin sehr stark ineinander, speziell in Branchen in denen ein sicheres WLAN zur kritischen Infrastruktur gehört, wie in Logistik und Healthcare.

ITB: Anfang des Jahres haben Sie mit der Niederlassung Nord einen Standort für Datacenter-Ausstattung und Server-Projekte gegründet. Welche Strategie verfolgen Sie damit?

Thoma: Allen Cloud-Angeboten und XaaS-Lösungen zum Trotz bleibt das klassische Projektgeschäft mit Server- und Storage-Lösungen weiterhin einer der entscheidenden Umsatzträger für den IT-Fachhandel. Unser Standort in Büren ist zwar relativ neu. Das Team unter der Leitung von Ralf Koch ist aber sehr erfahren in der Projektplanung. Mit Supermicro haben wir zudem einen führenden Hersteller für High-Performance-Serverumgebungen und Rechenzentrumsausstattung an Bord, der sehr stark im Projektgeschäft ist. Zusammen mit Partnern haben wir bereits zwei Großprojekte realisiert. Unter anderem die Server-Ausstattung für einen großen Storage-Spezialisten.

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