Interview mit Oracles Channel-Chefin Silvia Kaske Wie Oracle die Partner übernommener Unternehmen vernetzt

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

IT-BUSINESS sprach mit Silvia Kaske, Senior Director Channel Sales & Alliances bei Oracle, über das vielerorts verfälschte Bild des »Datenbankherstellers«. Kaske erläutert, warum sich Oracle-Partner vernetzen müssen und wie das »Community-Building« aussieht.

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ITB: Oracle hat seit 2005 etwa 50 Unternehmen zum Preis von insgesamt etwa 40 Milliarden Euro hinzu gekauft. Dennoch denken viele, wenn sie die Marke Oracle hören nur an eine relationale Datenbank. Würden Sie das Bild bitte zurechtrücken?

Kaske: Die Strategie hinter den zahlreichen Unternehmensakquisitionen ist, ein möglichst vollständiges Leistungsportfolio zu erreichen. Inzwischen definieren wir uns als Vollsortimenter in Sachen Unternehmens-Software. Oracle-Anwendungen reichen vom Segment Infrastructure, über Database und Middleware bis hin zu Applications. Die Partner, die enger mit Oracle zusammenarbeiten, lernen recht schnell die Breite des Portfolios kennen und zu schätzen.

ITB: Was bietet Oracle in den einzelnen Segmenten?

Kaske: Fangen wir im Bereich Infratructure an: Hier haben wir beispielsweise Clusterware im Portfolio, diverse Management-Tools sowie Lösungen zur Server-Virtualisierung. Was Datenbank-Lösungen angeht, bietet Oracle zum Beispiel OLTP-Datenbanken – Online Transaction Processing –, Lösungen für Data Warehousing, Datenanalyse und Datensicherheit. An Middleware bietet Oracle einiges, um die Appliance-Landschaft zu ordnen. Der Trend geht hier ja eindeutig in die Richtung die Unternehmensprozesse als Webservices anzubieten, und diese im Rahmen einer Service-orientierten Architektur zu orchestrieren. Neben entsprechenden SOA-Tools finden sich hier etwa Lösungen für Business Intelligence, Content Management, Identity Management, Datenintegration, Collaboration, Enterprise-Portale oder auch Enterprise-2.0-Lösungen. Auf Applikationsebene finden sich im Oracle-Portfolio neben horizontalen CRM- und ERP-Lösungen auch industriespezifische Lösungen, beispielsweise für den Finanz- oder Telekommunikationsbereich.

ITB: In der Theorie mag sich das mit der Webservice-Orchestrierung schön einfach anhören, wenn es um die Implementierung geht, ist aber großes Know-how gefragt, das in vielen Systemhäusern noch aufgebaut werden muss. Wie helfen Sie an dieser Stelle?

Kaske: Für Middleware-Spezialisten haben wir bereits 2005 eine »Oracle-SOA-Partner-Community« eingerichtet, die Ende letzten Jahres in der Region EMEA die 1.000-Mitglieder-Marke überschritten hat. Diese SOA-Community erhält Zugang zu Produkt-, Vertriebs- und Marketing-Ressourcen, die Mitglieder können an regelmäßigen Schulungs-Webcasts teilnehmen und – was besonders wichtig ist – sich gegenseitig in einem Diskussionsforum austauschen. Der Erfahrungsaustausch zählt zu den wichtigsten Aspekten in der SOA-Community und es ist schön zu sehen, wie Oracle-Partner hier zusammenarbeiten. Hier wird sich gegenseitig unterstützt. Der Community-Gedanke ist aber nicht nur im SOA-Bereich von Belang, sondern im Oracle-Channel inzwischen omnipräsent. Effizienter kann das spezifische Know-how gar nicht vermittelt werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Oracle den Partnern das Know-how für das immer breiter werdende Produktportfolio vermittelt.

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