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ZEW und Uni Linz analysieren Daten auf Geizhals.at

Wie Online-Konkurrenz die Preise drückt

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Konkurrenz im E-Commerce belebt das Geschäft, knabbert aber an der Marge. (© Amy Walters - Fotolia.com)
Konkurrenz im E-Commerce belebt das Geschäft, knabbert aber an der Marge. (© Amy Walters - Fotolia.com)

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In einer Studie wurden über Monate hinweg die Daten auf dem beliebten Preisvergleichsportal Geizhals.at beobachtet und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen auf, wie Konkurrenz an der Marge und die Zeit am Preis knabbert.

Dass bei einer steigenden Anzahl der Anbieter im Online-Handel das Preisniveau sinkt, liegt in der Natur eines funktionierenden Marktes. In einer Studie, in der die Daten auf dem Preisvergleichsportal „Geizhals.at“ genauer unter die Lupe genommen wurden, haben Forscher des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim und der Universität Linz mehr über diesen Zusammenhang herausgefunden. Die Wirtschaftswissenschaftler haben dazu täglich die Verkaufspreise von bei etwa 200 österreichischen oder deutschen Anbietern erfasst. Im Mittelpunkt der Analysen standen insgesamt 70 verschiedene Digitalkamera-Modelle. Ausgehend von den Großhandelspreisen wurden die aufgeschlagenen Margen und außerdem die Anzahl der Klicks auf die verschiedenen Produkte bis zu 15 Monate lang erfasst.

Margenkiller Konkurrenz

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Durchschnitt zehn zusätzliche Anbieter des gleichen Produkts den Preisaufschlag des günstigsten Anbieters um 1,7 Prozentpunkte verringern. Bei den etwas teureren Anbietern im mittleren Preissegment war immerhin noch eine Absenkung der Margen um 0,85 Prozentpunkte zu beobachten, wenn zehn weitere Händler hinzu kamen.

Zeit nagt am Preis

Auch der Produktlebenszyklus einer Ware beeinflusst ihren Preis, oder salopper formuliert: Alte Ladenhüter will keiner kaufen. Bei technischen Geräten ist dieser Effekt besonders auffällig, heißt es in der Studie. Um das genauer zu untersuchen, wurde in der Studie als Beginn des Lebenszyklus der Tag definiert, an dem das Produkt erstmalig online zum Kauf angeboten wurde. Das Ende des Produktlebenszyklus war erreicht, wenn in der Endphase dieses Zyklus das Produkt in einer vorgegebenen Zeitspanne nicht mehr über 500 Klicks kam.

Konkurrenz und Produktlebenszyklus

Die Preis- und Margenforscher beobachteten, dass der Rückgang des Preisaufschlags durch das Hinzukommen weiterer Anbieter im ersten Monat des Produktlebenszyklus besonders stark ist, im zweiten bis vierten Monat flacht der Preisverfall ab, um dann ab dem sechsten Monat wieder zuzunehmen. □

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