Mobiler UTM-Schutz und Single-Sign-On-Lösung im Gepäck Wick Hill lässt Partner mit Sicherheit verdienen

Redakteur: Regina Böckle

Mitarbeiter hierzulande sind flexibel, dynamisch und zunehmend auch von zu Hause aus einsatzbereit. Damit externe Zugriffe den unternehmensweiten Sicherheitsstandards folgen, führt Wick Hill ab sofort UTM-Schutzlösungen von Yoggie für mobile Endgeräte im Portfolio. Margen- und Service-starkes Zusatzgeschäft verspricht der Value-Added-Distributor seinen Fachhandelspartnern auch mit der Single-Sign-On-Lösung von Imprivata.

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Ian Kilpatrick, Vorstandsvorsitzender Wick Hill
Ian Kilpatrick, Vorstandsvorsitzender Wick Hill
( Archiv: Vogel Business Media )

Zahlreiche Unternehmen arbeiten mittlerweile mit externen Mitarbeitern – die Technik macht´s möglich. Sicherheitsaspekte beim Datenaustausch geraten dabei meist aus dem Blickfeld. »Denn Firmen setzen heute überwiegend Unified-Threat-Management-Lösungen ein, die dem Gateway-Ansatz folgen. Dabei arbeiten aber viele mobile Mitarbeiter außerhalb des Gateways«, bringt Wick-Hill-Chairman Ian Kilpatrick das Problem auf den Punkt.

Dieses zu beheben schickte sich vor zwei Jahren das vom Finjan-Software-Gründer Shlomo Touboul ins Leben gerufene Security-Unternehmen Yoggie an. Touboul hat jetzt sein Ziel erreicht, das da lautete, ein für Server-Umgebungen typisches UTM-Produkt auf das Maß einer Kreditkarte zu verkleinern und Anwendern damit vom Laptop aus einen sicheren Datenaustausch und Netzwerkzugriff zu ermöglichen.

»Yoggie Pico Pro« lautet der Name der Lösung, die die Nutzung von »13 Sicherheitsapplikationen auf einem Miniaturcomputer in Form eines USB-Sticks« ermöglicht, wie der Hersteller verspricht. IT-Administratoren können damit auch die mobilen Computer der Remote-Access-Mitarbeiter ohne großen Aufwand kontrollieren. Ein einmaliger Setup genügt, um den gesamten Internet-Traffic inklusive eMails und Anhänge abzusichern – auch bei WLAN-Verbindungen.

Wird die mit USB-Anschluss versehene UTM-Lösung aus- oder gar nicht erst eingesteckt, bricht die Verbindung zum Netzwerk sofort ab. 150 Euro (UVP) kostet die Single-User-Version. Für Reseller springe außerdem eine vernünftige Marge raus, wie Kilpatrick betont.

Pro Appliance lassen sich maximal fünf Endgeräte managen – auch per Fernwartung. Die für bis zu 500 Anwender ausgelegte Unternehmens-Version verfügt außerdem über eine Management-Konsole. Sie sorgt dafür, dass Anwender beim Einloggen beispielsweise mit Updates versorgt werden, und erstellt ebenfalls automatisch ein Monitoring-Report. Die Probleme bisheriger Lösungen – Performance-Einbußen oder Schwierigkeiten bei Updates oder neuen Versionen – kenne der »Yoggi Gatekeeper« nicht mehr, so Kilpatrick.

Langfristiges Geschäft für Reseller

»Resellern eröffnet sich damit ein lukratives Geschäft sowohl im Business- als auch im Privatkundenumfeld, deshalb haben wir auch den Vertrieb der Lösungen übernommen«, so Kilpatrick. Besonders punkten könnten Fachhandelspartner mit Dienstleistungen rund um die Management-Konsole. Sie können beispielsweis die vom Administrator gewünschten Zeitabstände einstellen, in denen der gesamte Datenverkehr kontrolliert werden soll.

Angesichts der einfachen Bedienbarkeit seien die Produkte durchaus auch für den Vertrieb über den Retail geeignet, gibt Kilpatrick unumwunden zu. Doch das steht für den Value-Added-Distributor erst einmal nicht zur Debatte. »Wir konzentrieren uns auf unsere Value-Added-Reseller«, stellt der Wick-Hill-Chef klar.

Reseller helfen Passwort-Geplagten

Mit der Single-Sign-On-Lösung »Imprivata« hat Wick Hill für Fachhandelspartner zeitgleich weitere Umsatzbringer und Serviceansätze ausgelotet. Denn die ab sofort bei Wick Hill verfügbaren »One-Sign«-Appliances bieten Abhilfe für ein lästiges Problem, das jeder Anwender nur zu gut kennt: sich pro Anwendung ein Passwort zu merken, das – je nach Firmenpolitik – mehrmals pro Quartal oder pro Monat geändert werden muss.

Die Erinnerungslücken passwortgeschützter Anwender kosten größere Unternehmen Millionen-Beträge, weil qualifizierte IT-Hotline-Mitarbeiter durch Fragen nach vergessenen Passworten hunderte von Stunden jährlich gebunden werden. Das macht sie in dieser Zeit nicht nur unproduktiv, sondern meistens auch höchst entnervt. Eine Bank, deren Name Kilpatrick nicht enthüllen wollte, habe bis zur Einführung von Imprivata allein für Passwort-bezogene Anfragen an das Help-Desk jährlich über 1,5 Millionen Englische Pfund berappt, berichtet der Wick-Hill-Chef.

Reseller konnten Unternehmen, die nach einer Lösung dieses Problems suchten, bislang kaum weiterhelfen. Kunden, die dennoch den Einsatz wagten, mussten insbesondere bei heterogenen Systemlandschaften tief in die Tasche greifen – und hatten am Ende häufig doch nur eine eingeschränkte Lösung. Für kleinere und mittelständische Unternehmen war der Traum vom Single-Sign-On praktisch unerschwinglich, was Gartner-Analysten vor einem Jahr zu der Aussage verleitete, die »Single-Sign-On«-Technologie sei viel zu kompliziert und werde aus diesem Grund nie möglich sein.

Aus Sicht Kilpatricks habe jetzt Imprivata mit der »One-Sign«-Box bewiesen, dass es doch geht. »Der Clou liegt im technologischen Ansatz - dem Application Profile Generator«.

Praxis-Tests bestanden

Zahlreiche Praxistests hat Imprivata bereits erfolgreich bestanden, allen voran bei den Banken, wo üblicherweise sehr viele unterschiedliche Applikationen auf verschiedenen Plattformen laufen. »Deshalb war die Skepsis hier besonders groß, auch weil viele schon mit einigen Lösungen experimentiert und sie schließlich wieder eingestampft hatten«, berichtet Kilpatrick.

Umso erstaunter habe die von Hotline-Passwortanfragen geprüfte Bank reagiert, als bereits nach drei Stunden das Single-Sign-On für sechs Applikationen, die auf unterschiedlichen Plattformen laufen, reibungslos funktionierte. »Jeder Reseller kann mit Imprivata bei seinem Kunden binnen drei Stunden eine Single-Sign-On-Lösung implementieren«, zeigt sich Kilpatrick überzeugt.

Sofern die Gebäudeüberwachung eines Unternehmens IP-gestützt arbeitet, prüft Imprivata außerdem, ob die gemeldete Person sich auch physisch dort aufhalten darf, wo sie sich befindet. »Im Zweifelsfall stellt das System Zusatzfragen, die der Betreffende beantworten muss«, erläutert der Wick-Hill-Chef.

Als praktischer Nebeneffekt verhindere Imprivata außerdem, dass Passwörter von Mitarbeitern, die das Unternehmen längst verlassen haben, unbemerkt für die übersehenen Applikationen weiter funktionieren.

Vertriebshilfen für Reseller

Fachhändlern, die sich für den Verkauf von Yoggie oder Imprivata interessieren, stellt Wick Hill umfangreiches Marketing-Material sowie entsprechende Schulungen zur Verfügung. »Wir haben immer Produkte vertrieben, die zwar einfach zu bedienen sind, aber des Fachwissens des Resellers bedürfen, um effizient eingesetzt zu werden. Reseller müssen aber keine riesigen Investitionen tätigen, um den Verkauf zu starten, denn da helfen wir ihm«, fasst Kilpatrick das Value-Added-Konzept von Wick Hill zusammen. Der Pre-Sales-Support des VADs reicht auf Wunsch des Partners auch bis zur Beratungs- und Implementierungshilfe beim Endkunden vor Ort.

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