Studie der GfK zur europäischen IT-Distributions-Landschaft Wettbewerbsdruck unter Distributoren hält an

Redakteur: Katrin Hofmann

Der europäische Fachhandel hat bezüglich der Wahl seiner Lieferanten gut lachen: Denn nach wie vor ist die »hohe Wettbewerbs-Intensität in der Distribution« trotz der »anhaltenden Konsolidierung« den Ergebnissen einer GfK-Untersuchung zufolge ungebrochen. Welche Marktpotenziale die Händler in welchen Bereichen erwarten, lässt der Blick auf ihre Sortimentstrukturen erahnen.

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Distributoren müssen um die Gunst ihrer Kunden kämpfen.
Distributoren müssen um die Gunst ihrer Kunden kämpfen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bislang erreicht kein IT-Distributor in Europa mehr als 50 Prozent Marktabdeckung, lautet ein Ergebnis der GfK-Erhebung »GfK Channel Survey IT Europe«. Im Durchschnitt beziehen Reseller und Systemhäuser demnach von sieben verschiedenen Lieferanten ihre Ware. Vor zwei Jahren waren nach Aussage der Analysten noch durchschnittlich weniger Zulieferer beauftragt worden. Dies verdeutliche, dass trotz der Konsolidierung am Markt der Wettbewerbsdruck zwischen den IT-Großhändlern nach wie vor großer Wettbewerb herrsche, so die GfK.

Gewechselt wird der Distibutor nach Aussage der 6.000 Befragten vor allem dann, wenn die Preise zu hoch erscheinen. Sortimentslücken werden als zweithäufigster Grund genannt, die Produkte und Services wie beispielsweise Online-Partnerportale, Werbematerialien und ähnliches künftig von einem alternativen Anbieter zu beziehen. Die Fachhändler hierzulande liegen bezüglich ihrer Wechselbereitschaft im europäischen Mittelfeld. 31 Prozent haben der Untersuchung zufolge in den vergangenen zwölf Monaten einen oder mehrere ihrer Distributoren ausgetauscht.

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Zulieferer, die die Bedürfnisse ihrer Kunden gut erfüllen wollen, sollten vor allem aktuelle Produktinformationen beziehungsweise Product White Papers über Partnerportale bereitstellen: Dies ist der meistgenannte Wunsch der europäischen Reseller. Demoprodukte und Produktvergleiche liegen im Ranking der Top-10-Anforderungen bei den westeuropäischen Untersuchungsteilnehmern auf den Plätzen zwei und drei. Ebenfalls wichtig – wenn auch etwas weniger – sind unter anderem Fallstudien oder Online-Schulungen.

Bezüglich ihres Sortiments legen die westeuropäischen Händler ihren Schwerpunkt auf Software und Services. Hier stehen diese mittlerweile für über 50 Prozent des Gesamtumsatzes der Fachhändler. Laut GfK deute dies auf Wachstumspotenzial für die Software-Industrie in den kommenden Jahren hin. Auch deutschen Resellern dominieren die Services und die Software mit 51 Prozent der angeboteten Leistungen. Hardware macht 49 Prozent des Sortiments aus.

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