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Wer ist Komsa?

| Autor: Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Komsa ist ein ITK-Distributor aus dem sächsischen Hartmannsdorf. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Telekommunikationsmarkt.

Mit Jahreserlösen von mehr als 1,2 Milliarden Euro (Fiskaljahr 2016 / 17) zählt die Komsa Kommunikation Sachsen AG zu den umsatzstärksten Distributoren der ITK-Branche. Die Gruppe mit Hauptsitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz beschäftigt an fünf Standorten in Deutschland und Polen rund 1.800 Mitarbeiter. Zum Portfolio des Unternehmens, dessen Wurzeln im Telekommunikationsmarkt liegen, gehört mittlerweile ein breites Spektrum an ITK-Produkten und -Services. Aktuell sind rund 250 Anbieter gelistet.

Nach wie vor zählen Telefone jeglicher Art sowie Mobilfunk- und Festnetzverträge zum Kernsortiment von Komsa. Darüber hinaus vermarktet der Großhändler heute aber auch Produkte zur Heimvernetzung, Smart Devices oder Wearables. Zur Klientel gehören nicht mehr nur ITK-Reseller, sondern auch Automobil-, Sportartikel- und Schmuckhändler. Alles in allem vertreiben die Sachsen ihr Portfolio über rund 20.000 Reseller unterschiedlichen Typs.

Neben dem Volumengeschäft mit Produkten und Services für den Consumer-Markt spielt das B2B-Geschäft, das derzeit etwa ein Fünftel zum Gesamtumsatz beisteuert, für den Distributor eine immer wichtigere Rolle. Dabei arbeitet Komsa mit mehr als 6.000 Systemhäusern zusammen. Über sie vertreibt das Unternehmen beispielsweise Telefonanlagen und Unified-Communications-Lösungen, von denen einige nicht nur als On-Premises-Variante, sondern auch als Cloud Services angeboten werden. Außerdem gehören Netzwerk- und Security-Produkte zum Portfolio.

20 Tochtergesellschaften

Über klassische Vertriebs- und Logistikleistungen hinaus bietet der Distributor seinen Fachhandels- und Herstellerpartnern eine Vielzahl zusätzlicher Services an. Komsa gliedert das Geschäft in die sechs Felder Advancing Distribution, Cooperation, Systems & Solutions, Business Process Services, Repair Services sowie Vendor Marketing & Support. Unterschiedliche Leistungen werden dabei durch verschiedene Tochtergesellschaften erbracht, die als Netzwerk agieren. Insgesamt gehören rund 20 Gesellschaften zur Gruppe.

Beispielsweise treten Komsa Systems (Mühlau) und Komsa Nordwest (Kamen) als Value Added Distributoren und Dienstleister für Systemhäuser auf. Komsa Data & Solutions entwickelt Software für Fachhändler wie das Warenwirtschaftssystem „Easyfilius“ oder individuelle Online-Shops. Nicht alle Töchter tragen die Marke Komsa im Namen. Dazu zählen etwa der Reparaturdienstleister W-Support.com, der nach eigenen Angaben rund eine Million mobile Endgeräte pro Jahr instandsetzt, und der Remarketing-Spezialist Revived Products.

Über die Tochter Noritel stattet Komsa die Automobile mehrerer Hersteller mit Navigationsgeräten sowie Multimedia- und Assistenzsystemen aus. Im Rahmen eines Forschungsprojekts zum autonomen Fahren, das der Freistaat Sachsen initiiert hat, beteiligt sich das Unternehmen an der Entwicklung eines Cloud-Systems zur Verkehrssteuerung.

Eigene Fachhandelskooperation

Mit der Tochter Aetka unterhält Komsa eine eigene Fachhandelskooperation. Dem Verbund gehören mehr als 2.000 Reseller an, bei denen es sich überwiegend um TK-Fachgeschäfte und Mobilfunk-Shops handelt. Aber auch etwa 300 kleinere Systemhäuser, die gewerbliche Endkunden betreuen, befinden sich darunter. Zu den Leistungen der Kooperation zählen betriebswirtschaftliche Beratung sowie Unterstützung im Marketing und bei der Ladengestaltung. Die Partner profitieren von Sonderkonditionen auf Produkte und dem Haustarif AetkaSmart bei der Netzvermarktung. Nicht zuletzt können sie das Warenwirtschaftssystem Easyfilius nutzen.

Für Systemhäuser hat Aetka ein dediziertes B2B-Team aufgestellt, das ihnen im Lösungsgeschäft hilft. So erhalten die Partner etwa Hardware zu Projektkonditionen, die bei Bedarf vorfinanziert wird. Außerdem können sie Produkte nach Kundenvorgaben konfigurieren lassen. Die Kooperation unterstützt Systemhäuser darüber hinaus bei der Fakturierung an die Endkunden.

Historie von Komsa

Komsa wurde 1992 in Hartmannsdorf gegründet. Die Initiative dazu ging von Gunnar Grosse aus, einem gebürtigen Schweden mit familiären Wurzeln in Sachsen. Als er gemeinsam mit den Mitgründern Jürgen Unger, Norbert Hanussek und Jürgen Fuchs den Vertrieb von Mobiltelefonen über den Fachhandel aufnahm, hatte der Entrepreneur bereits eine erfolgreiche Karriere als Manager in seiner skandinavischen Heimat hinter sich.

Grosse und Unger standen bis 2017 an der Spitze der Gruppe. Mitte des Jahres wechselten die beiden in den Aufsichtsrat und übergaben die Führung an ein fünfköpfiges Team, dessen Mitglieder bereits dem Komsa-Management angehörten. Im neuen Vorstand hat Uwe Bauer, langjähriger Aetka-Chef, als CEO den Vorsitz inne. Er zeichnet zugleich für den B2C-Vertrieb verantwortlich. Seine Kollegen im Führungsgremium sind Steffen Ebner als Vertriebsvorstand B2B, Sven Mohaupt als Produktionsvorstand (verantwortlich für Logistik und Prozesse), Katrin Haubold als Personalvorstand und Torsten Barth als Finanzvorstand.

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