Deutscher iPad-Konkurrent ist kein Fake WePad im zweiten Anlauf mit funktionsfähiger Demo

Redakteur: Harry Jacob

Die erste Vorstellung des WePad von Neofonie vor zwei Wochen geriet zum Medien-Desaster, nachdem statt eines funktionsfähigen Modells mit Android-Betriebssystem nur eine Video-Präsentation auf Windows 7 zu sehen war. Diesmal konnte der Hersteller zeigen, dass das Gerät tatsächlich funktioniert – wenn auch noch nicht perfekt.

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Nein, der Berliner Hersteller Neofonie ist kein Schwindler. Solche Verdächtigungen waren aufgekommen, als am 12. April nur eine Videosequenz auf dem überraschend vorgestellten WePad zu sehen war, und die dann auch noch mit einer Fehlermeldung abbrach. Diese ddeutete darauf hin, dass Windows 7 als Betriebssystem zum Einsatz kam, statt des angekündigten Android-OS. Probleme beim Kölner Zoll und die kurzfristige Anlieferung des Gerätes zum Pressetermin in Berlin machte Neofonie-Gründer Helmut Hoffer von Ankershoffen für die Panne verantwortlich, die große Wellen in den Medien geschlagen hatte.

Genau zwei Wochen später sucht er nun die Scharte auszuwetzen und hat erneut zur Präsentation eingeladen. Einige ausgewählte Journalisten konnten sich bereits am Vortag eingehend vom Funktionieren des WePad überzeugen, und so wurden ihm diesmal auch kleinere Pannen verziehen. Ein Wackelkontakt am Touch-Display sorgte dafür, dass das Gerät im Ständer bleiben musste, einige Funktionen zeigten sich noch mit Rucklern, was durch Optimierung bis zum Marktstart im August behoben sein soll, und beispielsweise der Wechsel von der Quer- zur Hochformat-Darstellung ist noch nicht umgesetzt, weil die Software noch nicht angepasst ist.

Das Wichtigste war jedoch: das Gerät funktioniert, der WePad läuft wie versprochen auf Googles Android-Betriebssystem und bringt alle wichtigen Funktionen mit. Auch wenn der Hersteller beteuert, man wolle kein iPad-Konkurrent sein, wird der WePad doch mit der Alternative des Kultherstellers verglichen. Vom Design und der Bedienungsoberfläche her kann der WePad dem Vergleich nicht standhalten, aber mit einer umfangreichen Palette an Anschlüssen sowie Flash-Unterstützung hat er einiges zu bieten, was dem iPad nach Meinung vieler Journalisten bislang fehlt. Technische Details zum WePad finden Sie im IT-BUSINESS-Artikel: „iPad-Konkurrent will das Wepad gar nicht sein“.

Weiterhin offen bleibt die Frage, wie der WePad vertrieben werden soll. Offensichtlich ist der Berliner Hersteller Neofonie noch in Gesprächen mit möglichen Partnern.

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