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HP, Dell und Asus gewinnen, FSC fällt ab Weltweiter PC-Markt profitiert vom Preisverfall

Redakteur: Harry Jacob

Im vergangenen Quartal legte der weltweite PC-Markt um 16 Prozent zu, in Europa sogar um über 23 Prozent, so die vorläufigen Zahlen von Gartner. Den Marktanalysten zufolge haben der Preisverfall und die Mini-Rechner wie der Eee-PC von Asus den Markt beflügelt.

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Dank dem Eee-PC hat Asus FSC aus dem Top-Fünf-Ranking in EMEA verdrängt.
Dank dem Eee-PC hat Asus FSC aus dem Top-Fünf-Ranking in EMEA verdrängt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Fast 72 Millionen PC wurden im zweiten Quartal 2008 weltweit verkauft, ein Zuwachs von 16,0 Prozent. Mit Abstand am meisten Rechner stammen von Hewlett-Packard (Marktanteil: 18,1 Prozent), auf Platz zwei folgt Dell (15,6 Prozent), danach folgen Acer (9,4 Prozent), Lenovo (7,8 Prozent) und Toshiba (4,4 Prozent).

Bereits zum zweiten Mal hintereinander ist Dell um mehr als 20 Prozent gewachsen, in vergangenen Quartal um 21,9 Prozent, laut den vorläufigen Zahlen von Gartner. Das zeige, dass das veränderte Konzept von Dell – verstärkt den indirekten Kanal und auch den Retail zu nutzen – Erfolg zeige, schlussfolgern die Marktforscher. Insbesondere die Dell-Notebooks verkauften sich gut, sie legten im Vorjahresvergleich sogar um über 40 Prozent zu.

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Europa als Wachstumslokomotive

Die Region mit dem größten Wachstum ist EMEA. Um 23,5 Prozent stieg der Absatz an. Auch hier ist HP führend, mit einem Marktanteil von sogar 19,3 Prozent. Auf den Plätzen folgen Acer (15,1 Prozent), Dell (11,9 Prozent) und Toshiba (5,8 Prozent). Aus den Top-5 herausgefallen ist Fujitsu Siemens Computers, »nach einem weiteren schwachen Quartal«, so Gartner-Analyst Ranjit Atwal. Verdrängt wurde FSC von Hersteller Asus, der dank des Eee-PC ein Wachstum von annähernd 170 Prozent zum Vorjahresquartal erreichte. Im Gesamtmarkt EMEA sicherte sich Asus einen Marktanteil von 5,4 Prozent und ist damit bis auf rund 90.000 Einheiten an Toshiba herangerückt. Der Eee-PC allein mache fünf Prozent des Mobile-Marktes aus, errechneten die Gartner-Analysten.

Doch auch die anderen Player der Top-5 konnten erheblich mehr absetzen als noch vor einem Jahr: Toshiba legte um knapp 70 Prozent zu, Acer um 35 Prozent, Marktführer HP wuchs um 28,3 Prozent. Dell ist in der Spitzengruppe letzter beim Wachstum – trotz einer Zunahme um 27 Prozent.

Licht und Schatten

»Der PC-Markt in EMEA hat den Wirtschaftsängsten getrotzt«, kommentiert Atwal den rekordverdächtigen Verlauf des vergangenen Vierteljahres, denn in den vergangenen fünf Jahren hatte es nur ein weiteres Quartal mit einem Wachstum von mehr als 20 Prozent gegeben. Atwal warnte jedoch: »Die Zunahme ist einem massiven Preisverfall geschuldet. Der drückt die Umsätze und die Margen, und er wird auf jeden Fall die Marktkonsolidierung vorantreiben«, konstatiert Ranjit Atwal.

Schaut man allein auf den Mobile-Markt, beträgt das Wachstum der EMEA-Region sogar über 40 Prozent. Aber auch der Markt für Desktop-PCs wuchs stärker als erwartet. Davon profitierten vor allem HP, Acer und Dell.

(ID:2014199)