Deutsche Börse Cloud Exchange startet Anfang 2014 Weltweit erster unabhängiger Marktplatz für Cloud Computing

Redakteur: Florian Karlstetter

Die Deutsche Börse AG startet den eigenen Angaben zufolge weltweit ersten Marktplatz für den Handel mit ausgelagerten Speicher- und Rechenkapazitäten. Ab Anfang 2014 können über Deutsche Börse Cloud Exchange standardisierte Cloud-Ressourcen gehandelt werden. Vorteile für Kunden: Preistransparenz, eine Schnittstelle zu vielen Cloud-Providern, einheitliche Service Level Agreements und mehr.

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Deutsche Börse und Zimory machen Infrastructure as a Service (IaaS) zu einer handelbaren Ware und gründen die Deutsche Börse Cloud Exchange AG.
Deutsche Börse und Zimory machen Infrastructure as a Service (IaaS) zu einer handelbaren Ware und gründen die Deutsche Börse Cloud Exchange AG.
(Bild: Deutsche Börse Cloud Exchange AG)

Grundlage des heute angekündigten Marktplatzes für Cloud Computing ist das von der Deutschen Börse und der Berliner Zimory GmbH gegründete Joint Venture Deutsche Börse Cloud Exchange AG. Zimory, auf Cloud Management spezialisiert, stellt dabei sicher, dass die an den Marktplatz angeschlossenen Nutzer problemlos auf die verschiedenen gekauften Cloud-Kapazitäten zugreifen können. Die Deutsche Börse greift auf die eigene Expertise zurück und betreibt den eigentlichen Handel mit ausgelagerten Speicher- und Rechenkapazitäten.

IaaS-Produkte zu einer handelbaren Ware zu machen hat durchaus seinen Reiz. Bei der Auswahl von IaaS-Lösungen spielen Transparenz, Verfügbarkeit und Flexibilität eine wichtige Rolle. Auf dem Handelsplatz der Deutschen Börse Cloud Exchange (DBCE) werden sowohl Provider als auch Konsumenten von den strategischen Vorteilen und den standardisierten Rahmenbedingungen profitieren.

Der Marktplatz der Deutsche Börse Cloud Exchange AG ermöglicht Providern, ihre Cloud Kapazitäten an einem einzigen Handelsplatz einer Vielzahl von potentiellen Kunden anzubieten. Zeitgleich können Konsumenten an einem einzigen Handelsplatz aus einer großen Anzahl von Providern wählen. Weiterer Vorteile sind standardisierte Verträge für alle Marktteilnehmer und die direkte Vergleichsmöglichkeit der angebotenen Produkte. Die DBCE agiert dabei als unabhängige Zwischenpartei und bietet neutrale Richtlinien.

Der Start des Handels an der Deutsche Börse Cloud Exchange ist für das erste Quartal 2014 geplant. Eine erste Simulationsumgebung soll noch im zweiten Quartal 2013 verfügbar sein.

Über den Marktplatz der DBCE werden alle Marktteilnehmer untereinander handeln können. Dies erfolgt unter einheitlichen und sicheren rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Übertragbarkeit von Daten zwischen verschiedenen Providern wird durch standardisierte Schnittstellen ermöglicht werden. Das Cloud-Management-System, das der Cloud-Software Provider Zimory zur Verfügung stellt, ermöglicht einen schnellen Zugang zum Cloud-Marktplatz.

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Konsumenten können bei dem neuen Angebot von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Cloud-Ressourcen von unterschiedlichen Providern können nahezu sofort genutzt werden
  • Durch die Filterfunktion innerhalb der Orderbücher wird Preistransparenz geschaffen
  • Standardisierte Vertragsdefinitionen und Prozesse ermöglichen den Zugang zu einer Vielzahl an Providern
  • Orchestrierung von Ressourcen bei unterschiedlichen Providern wird vereinfacht
  • Über DBCE gekaufte Ressourcen können wieder verkauft werden
  • Durch ein vereinheitlichtes Abrechnungssystem für alle Marktteilnehmer wird der zeitliche Aufwand enorm reduziert
  • Services und Workloads zwischen verschiedenen Providern können analog zum „One-Cloud“-Konzept verwaltet werden.

Für Verkäufer bieten sich nach Angaben der DBCE folgende Vorteile:

  • Ein neuer, breiter und effizienter Verkaufskanal wird geschaffen, der für alle Marktteilnehmer offen ist
  • Existierende IT-Infrastrukturen können über den Marktplatz refinanziert werden
  • Ressourcenverfügbarkeit und Preisgestaltung können über eine zentrale Schnittstelle gesteuert werden
  • Möglichkeiten, um Verkäuferprofile, Alleinstellungsmerkmale und Dienstleistungen zu beschreiben
  • Zentrale Schnittstellen ermöglichen automatisches Kapazitätsmanagement
  • Durch die standardisierten Schnittstellen werden Marktrollen wie „Cloud Broker“ leichter realisierbar
  • Der Rechnungs- und Zahlungsprozess wird von der Deutsche Börse Cloud Exchange AG abgewickelt.

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