Fokussierung auf das Deutschlandgeschäft Weggang Walters war strukturelle Entscheidung von Magirus

Redakteur: Sarah Gandorfer

In vielen Unternehmen wird das neue Jahr aufgrund der Wirtschaftskrise erst einmal vorsichtig Willkommen geheißen, so auch bei Magirus. Der Value Added Distributor setzt den Rotstift beim Management an, um ein wohl turbulentes Jahr 2009 unbeschadet zu überstehen.

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Axel Feldhoff, Vorstadsmitglied und kommissarischer Vice President Central Region bei Magirus
Axel Feldhoff, Vorstadsmitglied und kommissarischer Vice President Central Region bei Magirus
( Archiv: Vogel Business Media )

Wenn man mit Axel Feldhoff, Vorstandsmitglied und kommissarischer Vice President Central Region, spricht, geht er eigentlich optimistisch in das neue Jahr. Wobei auch bei Magirus Vorkehrungen für ein raues Wirtschaftsklima getroffen werden.

»Ich halte es für wichtig, Probleme, die am Horizont erscheinen, rechtzeitig anzugehen«, erklärt Feldhoff. Kurz gesagt, auf die Finanzkrise reagiert Magirus wie viele andere auch mit Einsparungen. Während oft jedoch die Arbeitnehmer am unteren Ende der Unternehmensstruktur wegrationalisiert werden, setzt der Distributor den Rotstift ganz oben an, beim teuren Management.

»Unten ist natürlich die meiste Masse, aber die wird operativ gebraucht. Kann ein Unternehmen hier problemlos sparen, sollte es sich überlegen, ob seine Arbeitnehmer vielleicht schon von vorneherein nicht ausgelastet waren«, erläutert er. »Hingegen kann eine Straffung der Managementstrukturen in bewegten Zeiten durchaus sinnvoll sein.«

Magirus hat also seine Personalstruktur noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Dabei fiel die Position des Vice President Central Region (DACH), die gleichzeitig an das Amt des Deutschland-Country Managers gekoppelt war, ins Auge. Diese Posten bekleidete bis zum Jahresbeginn Erik Walter, der aus dem Unternehmen ausschied.

»Unsere Entscheidung hatte nichts mit der Person Erik Walter zu tun«, bekräftigt Feldhoff. »In seiner Doppelrolle musste er 30 Prozent seiner Zeit Österreich und der Schweiz widmen. In einem wohl taffen 2009 wollen wir aber Deutschland als Homebase wieder in den Vordergrund rücken. Ulrich Hampe wird sich als neuer Country Manger alleine um das Deutschlandgeschäft kümmern.« Die Entscheidung habe man vorab mit Walter besprochen, so dass sie nicht überraschend gekommen sei.

Nicht das erste Mal

Schon im Juli 2002 hat Feldhoff zeitweise das Amt als Vice President übernommen. Oliver Schallhorn, der diesen Posten besetzte, hatte damals das Unternehmen verlassen, um als Geschäftsführer zu Fritz & Macziol zu gehen.

In den nächsten vier bis sechs Wochen wird sich Magirus weiterhin mit den internen Strukturen beschäftigen, um zu sehen, wo weiteres Einsparpotenzial zu finden ist.

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