BSI-Lagebericht zur IT-Sicherheit 2009 Web-Security-Lage in Deutschland ist katastrophal

Redakteur: Peter Schmitz

Anlässlich der Computermesse CeBIT in Hannover, gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bekannt, dass es die derzeitige Lage im Bereich Internetsicherheit als »katastrophal« einstufe. Das BSI hat auf der CeBIT den Bericht »Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2009« vorgestellt und dabei bestätigt, dass die Bedrohungslage bei Verwaltungen, Unternehmen und Privatanwendern ist auf anhaltend hohem Niveau ist.

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»Vor allem die immer weiter voran schreitende Professionalisierung der Internetkriminalität bereitet uns Sorge«, sagt BSI-Präsident Dr. Udo Helmbrecht. So sind Herstellung und Einsatz von Schadprogrammen mittlerweile international arbeitsteilig organisiert. Sie verhelfen den Kriminellen zu Gewinnen in Milliardenhöhe – und das bei vergleichsweise niedrigem Risiko.

Vor allem Sicherheitslücken, die von einem entfernten Angreifer ausgenutzt werden können, haben dem Lagebericht 2009 nach in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen – ebenso die Anzahl von Denial-of-Service-Angriffen, bei denen Internetseiten lahm gelegt werden. Der Anteil von Spam-Mails am eMail-Verkehr hat sich ebenfalls weiter erhöht, und auch die Zahl von Drive-by-Downloads nimmt stetig zu. Dabei laden Anwender praktisch »im Vorbeisurfen« unbewusst schädliche Software von manipulierten oder präparierten Webseiten herunter.

Aber die Schädlinge werden auch zunehmend intelligenter. Trojanische Pferde können inzwischen über eine Backdoor- und Spyware-Funktion verfügen, einen Keylogger verwenden und den befallenen Rechner zusätzlich an ein Bot-Netz anschließen. Zudem verfügen die meisten Schadprogramme über Updatefunktionen, so dass neue Programme oder Tarnmechanismen jederzeit nachgeladen werden können.

Besonders diese Updatefunktionen werden von den Angreifern stets verbessert. »Zukünftig ist mit Schadprogrammen zu rechnen, die dem Betriebssystem eine virtuelle Umgebung unterschieben, so dass sie von herkömmlichen Schutzprogrammen nicht mehr entdeckt werden können«, erläutert Helmbrecht.

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