Gartner identifiziert Techniktrends Web 2.0, SOA, 3D-Drucker und RFID sollen bald den Alltag revolutionieren

Redakteur: Katrin Hofmann

Welche Technologien Hersteller und Händler im Auge behalten sollten, haben die Analysten von Gartner herausgefiltert. So hätten das Web 2.0 kurzfristig und SOA (Service-oriented Architectures) und RFID (Radiofrequenz-Identifikation) mittelfristig hohes Einflusspotenzial. Nach Science Fiction klingt die Prognose der Marktforscher für die fernere Zukunft.

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In über zehn Jahren soll die Robotertechnik Einzug in deutsche Haushalte halten. Außerdem könnten die blechernen Gehilfen laut Gartner den Umgang mit Technik und den Markt grundlegend verändern. Ebenso hohes Marktpotenzial schreiben die Marktforscher in ihrer Analyse »Hype Cycle for Emerging Technologies« der 3D-Drucktechnologie, virtuellen Welten wie Second Life und der RFID-Chiptechnik zu. Diese haben nach Meinung der Analysten die Kraft, schon in fünf bis zehn Jahren das Leben jedes Einzelnen zu verändern: Auch wenn 3D-Printing sich derzeit laut Gartner in einer Hype-Phase (»Peak of Inflated Expectations«) befindet, in der die Erwartungen zu hoch angelegt seien. Ebenso unrealistisch gut würden aktuell virtuelle Welten bezüglich ihres kurzfristigen Potenzials eingestuft. Anders bei RFID: Dieses befände sich zu tief im Tal der Enttäuschung (»Trough of Disillusionment«).

Techniken wie Instant Messaging (IM) oder Lokalisierungs-Technologien sieht Gartner schon heute in der Realität angekommen. Diese hätten die Stufen des »Slope of Enlightenment« (Einsatz in der Realität beginnt) und des »Plateau of Productivity« (gehören zum Alltag) erreicht. Das Einflusspotenzial von IM und Location-Technik auf einen möglichen technischen Wandel stuft Gartner allerdings geringer als das anderer Entwicklungen ein: Auch wenn der Nutzen nach Ansicht der Marktforscher durchaus »hoch« ist.

Service-oriented Architectures (SOA), also Softwarelösungen auf Basis gekapselter Geschäftsprozesse, oder Web 2.0-Technologien für den Arbeitsplatz sollen dem entgegen schon in zwei bis fünf Jahren einen überaus starken Einfluss haben. Auch wenn derzeit die Enttäuschung über beide groß ist.

Am bedeutendsten für die nahe Zukunft ist laut Gartner das Thema Web 2.0, was insbesondere die Gestaltung von Websites mit dynamischen Elementen, die Verknüpfung verschiedener, oft schon vorhandener Daten zu neuen Angeboten und die stärkere Einbeziehung von »User-generated Content«, beispiuelsweise Bewertungen der Nutzer, umfasst. Schon heute fast zum Alltag gehörend, soll es auch in diesem Jahr weiterhin die treibende Kraft in Firmen bleiben.

Jackie Fenn, Analyst von Gartner: »Wir werden erleben, dass immer mehr Unternehmen Erfahrungen mit dem Internet 2.0 sammeln und Erfolg damit haben werden.« Als weitere wichtigste Themen bezeichnet Gartner die Kommerzialisierung von Techniken für die Nutzer-Interaktion und mobile Anwendungen.

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