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Storage&DataManagement

Anything as a Service

Was XaaS für das Internet der Dinge bedeutet

| Autor / Redakteur: Tim Sherwood / Andreas Donner

Tim Sherwood von Tata Communications skizziert, welche Chancen sich mit dem Anything-as-a-Service-Trend für spezialisierte MVNOs ergeben.
Tim Sherwood von Tata Communications skizziert, welche Chancen sich mit dem Anything-as-a-Service-Trend für spezialisierte MVNOs ergeben. (Bild: Tata Communications)

Die Zeiten ändern sich. Neue digitale Infrastruktur- und IoT-Plattformen machen es für fast jedes Unternehmen möglich, als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) in den Markt einzusteigen – und das ohne große Investitionen in eigene Infrastruktur. Und dieser Schritt hält viele Potenziale bereit!

Ein Beispiel für einen dieser neuen Mobile Virtual Network Operator (MVNO) wäre Philips, vor allem bekannt als Hersteller für Glühbirnen. Die vernetzte Welt ermöglicht dem Unternehmen einen Wechsel vom Produktverkaufs-Modell hin zu einem Service-Modell (in diesem Fall „Beleuchtung als Service“) – ganz analog zur Idee eines MVNO. Dafür kombiniert Philips seine Expertise in der Beleuchtung mit flächendeckender Vernetzung, sodass Kunden langfristige Beleuchtungspläne erstellen, die Leistung optimieren und Energie-, Wartungs- und Abschreibungskosten sparen können. Philips ist ein großartiges Beispiel für die Funktionsweise einer neuen Generation von MVNOs, die „Value Added Services“ anbieten, um sich vom Markt abzuheben.

CaaS

„Communications-Platform as a Service“-Anbieter unterscheiden sich von herkömmlichen Mobilfunkanbietern. Sie bieten Entwicklern über ihre API die Möglichkeit, IP-basierte Kommunikationsdienste selbst zu erstellen. Im nächsten Schritt zum MVNO wird ein Mobile Network as a Service (MNaaS) implementiert – eine Plattform für die Entwicklung und Verwaltung von Mobilfunkverbindungen und Anwendungen für Mobilfunkrichtlinien. MNaaS bietet dem Verbraucher ein höheres Maß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kontrolle durch integrierte virtualisierte Netzwerkfunktionen – und spart dem MVNO letztendlich die kosten- und personalintensive Wartung der Telekommunikationsinfrastruktur.

MNaaS

Das MNaaS-System eignet sich hervorragend für IoT-Anbieter, deren Smart-Systeme jederzeit vernetzt sein müssen. So müssen sie nicht in Telekommunikationsinfrastruktur investieren, sondern können von einem Software-basierten virtuellen Netzwerk profitieren. Dies macht sie flexibler und ermöglicht die Skalierung einer eigenen Lösung auf Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt, statt nur auf ein paar hundert an einem bestimmten Ort.

XaaS

Das „X as a Service“-Modell steckt noch in den Kinderschuhen. Doch es kann sich, gerade wegen der Vielfalt an Branchen, in denen an vernetzten Lösungen gearbeitet wird, enorm auf die zukünftige Gestaltung des Internets der Dinge auswirken. Durch günstigere leistungsstarke Modems und bessere Vernetzung können mittlerweile Assets aller Art verschiedene Daten sammeln und übertragen, die dann mithilfe von KI und Maschine-Learning zu wichtigen Handlungsempfehlungen für effizientere Betriebsabläufe und verbesserten Kundenservice werden. Zusammengefasst führt diese IoT-Maschinerie zu neuen Dienstleistungen, Geschäften und einem noch besseren Lebensstandard.

Smart-Cities

In Smart-City-Umgebungen verbessern Unternehmen und Kommunen beispielsweise mittels Sensoren und zentralen Steuerungssystemen die Parkplatzsituation für Kunden und Anwohner. Basierend auf den von den Sensoren gesammelten Daten können Fahrer über eine App auf die Routenplanung und Echtzeitansichten der Parkplätze zugreifen und mit „Predictive Analytics“ feststellen, welche Parkplätze frei sein werden, wenn sie angekommen sind. Gebäudemanager können die Anwendung auch verwenden, um Mitarbeiter für einen bestimmten Standort zuzuweisen und zu verwalten. Diese Art des verbesserten Parkmanagements verbessert die Verkehrssituation durch den Wegfall der Parkplatzsuchenden und reduziert gleichzeitig effektiv das Falschparken. Das ist eine paradiesische Vorstellung für viele Menschen in Deutschland, die täglich einen Parkplatz in Büronähe suchen.

Healthcare

Im Gesundheitsbereich können vernetzte Geräte dem Patienten weite Wege ersparen, um Informationen über seinen Gesundheitszustand zu erfahren. Daten über die eigenen Vitalparameter werden dabei über tragbare Geräte erfasst. Ärzte können so über eine Kombination aus Online-Portalen und anderen IoT-Geräten die Gesundheitssituation ihrer Patienten erfahren. Dadurch wird die traditionelle Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten nachhaltig verändert.

Fazit

Für Unternehmen, die ein IoT „X as a Service“ auf den Markt bringen möchten, erleichtert die Programmierbarkeit von MNaaS über APIs die Entwicklung neuer Anwendungen und Kundenportale. Ein MVNO kann die Service-Transparenz verbessern, um die Kontrolle zu behalten, seine Unternehmensrichtlinien im eigenen Netzwerk durchzusetzen und Systemsicherheit zu gewährleisten. Insgesamt erreicht ein MVNO durch XaaS eine deutlich höhere Betriebseffizienz – ganz wie der Parkplatzbetreiber oder Gebäudemanager.

Tim Sherwood.
Tim Sherwood. (Bild: Tata Communications)

Die Nachfrage nach Unternehmen, die diese Erwartungen erfüllen, wird rasch steigen. Der Trend zu „X as a Service“ wird laut einem Bericht von RnR Market Research bis 2020 durchschnittlich um 38 Prozent jährlich wachsen. Dies eröffnet Unternehmen viele neue Möglichkeiten neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und ihren Service zu verbessern und so den Wert für seine Kunden zu steigern.

Damit dies Realität wird, müssen Unternehmen mit der Zeit gehen und branchenübergreifend die verschiedenen Möglichkeiten der digitalen Plattformen nutzen.

Über den Autor

Tim Sherwood ist Vice-President Business Development, Mobility & IoT Solutions bei Tata Communications.

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