Definition Was sind Softskills?

Autor / Redakteur: therealfizzi / Heidemarie Schuster

In Abgrenzung zu den fachspezifischen Hardskills versteht man unter Softskills „weiche“ Fähigkeiten und Kompetenzen, die fachübergreifend wirksam sind und die Bereiche Persönlichkeit, Sozialverhalten sowie methodische Vorgehensweise umfassen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ganz egal, ob persönliche, soziale oder methodische Kompetenzen, die Grundlage für diverse Softskills bildet die emotionale Intelligenz, welche den Umgang mit den eigenen Emotionen sowie die Empathie- und Kooperationsfähigkeiten im Zusammenspiel mit Mitmenschen umfasst.

Klassischerweise werden Softskills in drei Kategorien eingeteilt, welche sich gegenseitig bedingen und deshalb vielmehr als fließende statt als trennscharfe Grenzen zu verstehen sind:

  • Die erste Softskill-Gruppe umfasst die persönlichen Kompetenzen, welche einen optimalen Umgang mit der eigenen Person und den eigenen Fähigkeiten ermöglicht. Sie reichen dabei von intrinsischer Motivation, Neugier und Engagement über Eigenverantwortung, Selbstvertrauen und Selbstreflexion bis hin zu Disziplin und Belastbarkeit. Eine sichere Präsentationsweise, eine gute Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sowie eine sichere Körpersprache sind gute Indikatoren für Softskills auf persönlicher Ebene.
  • Hinzu kommen die sozialen Fähigkeiten, welche die Qualität der Interaktion mit anderen Menschen wie Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden beschreiben. Eine hohe soziale Kompetenz schließt Aspekte wie Kommunikations- und Teamfähigkeit, eine gesunde Anpassungsfähigkeit, Empathie, Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis sowie Diskussions- und Kritikfähigkeit ein.
  • Nicht zuletzt spielen auch Softskills im methodischen Bereich eine essentiell wichtige Rolle. Dabei kommt es auf die Fähigkeit an, die gewünschten Ergebnisse mit etablierten und innovativen sowie analogen und digitalen Vorgehensweisen und Techniken zu erreichen. Eine strukturierte, ziel- und lösungsorientierte Arbeitsweise, Fähigkeiten im analytischen und kreativen Bereich sowie Zeitmanagement, Stressresistenz und Organisationstalent sind Eigenschaften, die auf ausgeprägten methodischen Softskills basieren.

Ausgeprägte Softskills als Voraussetzung für spannende Arbeitsstellen

Neben den reinen fachlichen Qualifikationen, die auch unter dem Begriff Hardskills bekannt sind, werden die Softskills in vielen Stellenausschreibungen auf besondere Weise hervorgehoben. Dabei sollen sie Aufschluss über die persönliche Reife des Bewerbenden, seine Produktivität sowie seine Arbeitsweise in möglicherweise interdisziplinären Teams geben.

Im Gegensatz zu den punktgenau nachweisbaren Hardskills, die beispielsweise durch einen akademischen Abschluss oder eine gewisse Berufserfahrung dokumentiert werden, lassen sich Softskills nicht einheitlich messen. So schätzen viele Personalmanager*innen die Ausprägung bestimmter Softskills durch die Informationen in den Bewerbungsunterlagen, den persönlichen Eindruck des Bewerbenden sowie gezielte Fragen im Vorstellungsgespräch ab. Auch in der Vita können Aspekte wie eine ehrenamtliche Tätigkeit, regelmäßige Weiterbildungen, anspruchsvolle Hobbys oder Zeugnisse ehemaliger Arbeitgeber auf eine bestimmte Softskill-Ausprägung hinweisen.

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