Definition Was sind Lead Measures?

Autor / Redakteur: zeroshope / Heidemarie Schuster

Lead Measures sind bestimmte Messungen in einem Unternehmen. Konkret geht es um die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um bestimmte Ziele zu erreichen. So wird es ermöglicht, Abläufe zu optimieren und Mitarbeiter zu motivieren.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

In Unternehmen sind zwei Arten von Messungen möglich, wenn es um das Erreichen von Zielen geht: Lag und Lead Measures. Erstere treffen einen einfachen Befund: Wurde das Ziel erreicht – ja oder nein? Lead Measures messen hingegen die Voraussetzungen, die dazu nötig sind, das Bestreben zu verwirklichen.

Diese abstrakte Beschreibung soll durch ein konkretes Beispiel verdeutlicht werden: Eine Person möchte eine neue Sprache erlernen. Die Lag Measures-Messung wäre der Test, ob sie diese in Wort und Schrift auf einem bestimmten Niveau beherrscht. Die Lead Measures-Messung betrifft das Lernen von Vokabeln und der Grammatik. Hier kann beispielsweise das Tempo gemessen werden, wie schnell eine bestimmte Zahl von Wörtern korrekt erlernt werden.

Die Vorteile der Lead Measures: Optimierung und Motivation

Ein großer Vorteil der Messung der Voraussetzung ist offensichtlich: Prozesse werden optimiert. Als Beispiel: Ein Mensch möchte abnehmen. Hierfür steigert er sein Training konsequent. Er verliert allerdings kein Gewicht, da er zugleich auch immer mehr Kalorien zu sich nimmt. Eine Voraussetzung für die Zielerreichung Gewichtsverlust ist nicht gegeben bzw. funktioniert suboptimal: die Ernährung. Die Messungen haben dies offenbart und ermöglichen es so, Abhilfe zu schaffen.

Der zweite zentrale Vorteil betrifft die Motivation von Mitarbeitern: Oft sehen spezielle Abteilungen nicht, wie sie wirklich zum Erfolg der Firma oder eines Projekts beitragen. Die Buchhaltung wird sich beispielsweise nicht für die Steigerung der Kundenzufriedenheit mitverantwortlich fühlen. Es lässt sich allerdings zeigen, dass diese sehr wohl deutlich glücklicher sind, wenn beispielsweise Rückzahlungen schnell und unkompliziert abgewickelt werden. Die Buchhaltung erkennt so direkt den Mehrwert ihrer Arbeit.

Der Nachteil: Gefahr der Übersteuerung

Lead Measures können allerdings auch zur Übersteuerung führen. Schließlich lassen sich Prozesse und Abläufe sehr kleinteilig messen. Als überspitztes Beispiel: Es ist überflüssig, die Zufriedenheit von Kunden in einem Geschäft zu messen, dessen Boden mit unterschiedlichen Reinigungsmitteln gesäubert wurde. Hier reicht das Ergebnis, dass er nicht schmutzig ist und deshalb einen guten Eindruck macht. Alles andere ist Verschwendung von Zeit und Geld. Es gilt deshalb, die richtigen Voraussetzungen zu identifizieren und auf passende Art zu messen.

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