Definition Was sind IP-Schutzklassen?

Autor / Redakteur: zeroshope / Ann-Marie Struck

IP-Schutzklassen beschreiben die Abschirmung eines Gegenstandes gegen das Eindringen von Schmutz und Wasser. Weithin bekannt sind solche Angaben beispielsweise für Smartphones, Kopfhörer und Uhren. Aber es gibt weitere Möglichkeiten.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Ausdruck IP-Schutzklassen meint, wie gut Objekte gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz geschützt sind. Die Abkürzung steht dabei offiziell für „International Protection“ („Internationaler Schutz“), um zu verdeutlichen, dass die Schutzklassen normiert sind. Im englischen Sprachraum hat sich allerdings auch der Hinweis „Ingress Protection“ eingebürgert – also „Eindringungsschutz“.

Der Unterschied zwischen Schutzart und Schutzklasse

Bevor die IP-Schutzklassen im Detail erklärt werden können, ist es notwendig, zwei Begriffe zu erklären, die gerne verwechselt werden: Schutzart und eben Schutzklasse. Hierfür sind zwei Fragen der einfachste Weg: Die Schutzart legt fest, „wogegen“ etwas gesichert werden. Die Schutzklasse fragt danach, wie umfangreich der Schutz ist. Jede Schutzart hat also eigene Schutzklassen.

Die Schutzarten werden mit einem Code ausgedrückt, um sie identifizierbar zu machen. Im vorliegenden Fall ist die Abkürzung „IP“ das Erkennungskürzel. Es steht für den Schutz vor Berührung/dem Eindringen von Partikeln von Fremdkörpern sowie von Flüssigkeiten. Vereinfacht wurde daraus der Schutz von Schmutz (hierzu zählen auch Rauch, Staub und Ruß) und Wasser. Tatsächlich sind die meisten Geräte nicht nur gegen Wasser, sondern auch gegen ein versehentliches Bad im Cola-Glas, etc. geschützt. Die Reduktion auf das Wasser erfolgte, da es auch stark säurehaltige Flüssigkeiten gibt, die nicht abgedeckt sind.

Schutzklassen werden in der Regel in Zahlen ausgedrückt. Sie können allerdings auch Buchstaben beinhalten. In solchen Fällen geht es darum, dass eine bestimmte mit einer Zahl beschriebenen Schutzklasse leicht variiert wurde. Dies kann sich durch die Geräteart oder die Normen ergeben, die für die Schutzart und deshalb auch für die Gehäuse maßgeblich sind.

Die IP-Schutzklassen

Die für die IP-Schutzklassen wichtigen Normen sind DIN EN 60529 (Gehäuseschutz) und ISO 20653 (Fahrzeuge, elektrische Ausrüstung). Die Schutzklassen werden in zwei Ziffern angegeben. Die erste Zahl drückt dabei den Schutz gegen Schmutz aus. Die zweite Zahl steht für die Abschirmung gegen Wasser. Das Spektrum reicht von IP 00 (überhaupt kein Schutz) bis IP 69 (vollständiger Berührungsschutz, geschützt gegen andauerndes Untertauchen und Wasserstrahlen, die mit Hochdruck abgegeben werden). Für ISO 20653 gibt es Sonderschutzklassen mit Buchstaben:

Erste Ziffer:

  • 5K
  • 6K

Zweite Ziffer:

  • 4K
  • 6K
  • 9K

Grund hierfür ist, dass es für Fahrzeuge Besonderheiten gibt. Spritzwasser während der Fahrt ist beispielsweise diesbezüglich zu nennen. Die K-Klassen schützen speziell gegen diese Besonderheiten genügen aber ansonsten der Klasse des Buchstabens.

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