Data-Center-Lösungen aus einem Guss für Systemhäuser und Endkunden

Was sich für Avocent unter dem Emerson-Dach ändern wird

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ITB: Herr Kühn, worin sehen Sie die wichtigsten Ergänzungen nach der Übernahme von Avocent durch ENP?

Kühn: Das Rechenzentrums-Portfolio von Avocent – beispielsweise für IT-Infrastruktur-Management mit einer zentralen Konsole und KVM-Switche, Konsolen-Server, Service-Prozessor-Manager und PDUs – überschneidet sich kaum mit den Angeboten von ENP. Wir ergänzen uns hervorragend. So profitieren unsere Kunden und alle Marken ENPs von der nun bald vorhandenen Durchgängigkeit eines „Vollsortimenters“ im Bereich kritischer Daten im Rechenzentrum.

ITB: Herr Müller, wir haben jetzt Jahre der Green-IT hinter uns. Um das Thema ist es inzwischen sehr viel ruhiger geworden. Ist der Trend vorbei, oder stecken wir mitten drin?

Müller: Der Trend ist keinesfalls vorbei. Ganz im Gegenteil. Energie und Umwelt spielen, und das nicht nur auf der Kostenseite, eine unverändert große Rolle. Man darf schon sagen, dass in diesem Bereich eine großartige Sensibilisierung stattgefunden hat. Ich gebe ihnen dennoch recht. Man liest nicht mehr soviel über Green-IT, wie noch im vergangenen Jahr. Der Grund hierfür ist, dass das Thema nach einem lauten Marketingboom nun in den Entscheidungsetagen und Fachabteilungen angekommen ist. Zudem hat das Thema stark unter einer gewissen Innovationsknappheit gelitten. 2008 und 2009 klebte ja an so ziemlich jedem IT-Produkt eine Green-IT-Werbung. Zu Recht oder auch nicht. Ein Aspekt, dem aktuell wieder mehr Bedeutung beigemessen wird ist, dass Energieeffizienz nicht zu Lasten der Verfügbarkeit unternehmenskritischer Daten und Anwendungen gehen darf. Dies entspricht auch genau dem von uns vertretenen Ansatz der „Efficiency without Compromise“.

ITB: Welche Erwartungen haben Sie an das laufende Jahr?

Müller: Das Geschäft der ENP hat die erwarteten Einbrüche verzeichnet. Aus zwei Gründen konnten wir dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen. Einerseits haben wir unsere Strukturen sehr frühzeitig auf die Umsatzerwartungen angepasst. Andererseits sind die Zahlen im Rahmen der Rezession zwar rückläufig, liegen aber nach unseren Auswertungen dennoch über dem Branchendurchschnitt. Insofern sind wir optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. Einige Anzeichen sprechen auch dafür, dass langsam Bewegung in den Investitionsstau kommt. Unser Optimismus ist also auch dahingehend gewissermaßen belastbar.

ITB: Herr Kühn, wie lautet Ihre Prognose für 2010?

Kühn: Ich kann mich dahingehend Herrn Müller anschließen. Auch wir hatten leichte Einbrüche zu verzeichnen. Doch Dank gezielter Marketing-Maßnahmen, wie beispielsweise dem Technology Migration Programm – eine Abwrackprämie für effizienteres und preiswertes IT-Infrastruktur Management – konnten wir weiteren Auswirkungen der Wirtschaftskrise erfolgreich entgegenwirken. Wir haben außerdem den Vorteil, dass unsere Lösungen Unternehmen dabei unterstützen, ihre IT-Kosten deutlich zu reduzieren. Die Suche nach Einsparmöglichkeiten wird intensiver und lässt damit die Nachfrage nach unseren Technologien steigen. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.

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