Definition Was ist Zoom?

Von zeroshope

Zoom ist eine Software für die Durchführung von Videokonferenzen. Da es eine kostenlose Version gibt, gewann die Anwendung in der Corona-Pandemie große Beliebtheit. Allerdings gab es auch ernste Sicherheitsprobleme, die größtenteils gelöst wurden.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Zoom (als Kommunikations-Tool) ist die Bezeichnung für eine Software, die der Durchführung von Videokonferenzen dient. Sie ermöglicht es zudem, Audio- und Textnachrichten zu versenden. Betrieben wird das Angebot vom in Kalifornien ansässigen Unternehmen Zoom Video Communications, das 2011 von Eric Yuan gegründet wurde.

Corona-Pandemie verhilft Zoom zum Erfolg

Zoom verzeichnete in den ersten Jahren ein gesundes Wachstum, machte allerdings keine überregionalen Schlagzeilen. Dies änderte sich quasi über Nacht während der Corona-Pandemie. Dadurch, dass die Menschen augenblicklich ihr Berufs- und ihr Privatleben in den digitalen Raum verlagern mussten, schien die Anwendung ideal zu passen. Dies hatte die folgenden Gründe:

  • Es existiert eine kostenlose Version, die zwar funktionell eingeschränkt ist, sich aber hervorragend für die Arbeit in Teams oder den privaten Austausch eignet.
  • Unternehmen oder staatliche Organisationen wie Universitäten können kostenpflichtige Versionen buchen, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
  • Zoom unterstützt alle gängigen kommerziellen Betriebssysteme und funktioniert Geräteklassen- und Plattform-übergreifend. Es spielt also keine Rolle, welche Hardware vorhanden ist: Zoom lässt sich sofort nutzen.
  • Die Software ist denkbar einfach zu bedienen; das Teilen des eigenen Bildschirms oder von Videos lässt sich intuitiv durchführen. Zoom verlangt keine lange Einarbeitungszeit, was gerade zu Beginn der Pandemie bedeutsam war.

Sicherheitsprobleme mit Zoom

Die weltweite Popularität führte allerdings ebenfalls dazu, dass große Probleme im Datenschutz- und im Sicherheitsbereich offensichtlich wurden. Die Entwickler adressierten die meisten dieser Schwierigkeiten allerdings in den folgenden Jahren erfolgreich:

  • Für Mac OS wurden anfangs lokale Webserver ohne Wissen der Nutzer mitinstalliert. Apple entfernte sie zuerst selbst. Zoom hat diese Praxis inzwischen eingestellt.
  • Zoom hat lange Zeit nur eine Transport-, aber keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) genutzt. Seit Februar 2022 soll die E2EE für Meetings verfügbar sein.
  • Die Zoom-App für iOS-Geräte übertrug zu Beginn der Pandemie ohne Wissen der Nutzer Daten an Facebook durch den Einsatz eines speziellen Entwickler-Kits. Dies ist nicht mehr der Fall.
  • Der Zugang zu Konferenzen war lange nicht ausreichend gesichert. So entstand das sogenannte Zoombombing, bei dem sich unerwünschte Teilnehmer plötzlich zuschalteten und teilweise obszöne Videos zeigten. Zoom hat den Zugang inzwischen vernünftig abgesichert.

Trotz Sicherheitslücken ist Zoom die Bekanntheit und die Verbreitung der Software stark gestiegen: Zoom verzeichnete 2022 einen Umsatz von 4 Milliarden US-Dollar und einen Reingewinn von 1,06 Milliarden US-Dollar (ein Plus von 61 % im Vergleich zum Vorjahr). Zu Beginn der Pandemie lag der Umsatz noch bei einer Milliarde US-Dollar. Das Unternehmen wollte zudem Five9 (Anbieter für virtuelle Callcenter) für 14,9 Milliarden USD übernehmen, aber dieses Angebot wurde im September 2021 abgelehnt.

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