Definition Was ist Wiederverwertung?

Autor / Redakteur: Zeroshope / Andreas Bergler

Im IT-Bereich gewinnt die Wiederverwertung eine immer größere Bedeutung. Dabei handelt es sich um das Recycling von Elektrogeräten. Zumindest einige der Komponenten werden dabei wiederaufbereitet. Zu beachten sind spezielle gesetzliche Vorgaben.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Konzept der Wiederverwertung von IT-Geräten soll die Flut von Elektroschrott eindämmen, mit der die Welt seit einigen Jahren zu kämpfen hat. Jährlich entstehen inzwischen mehr als 50 Millionen Tonnen dieses Abfalls. Bis 2050 könnten es 120 Millionen Tonnen werden. Deutschland steuert allein schon jetzt zwei Millionen Tonnen bei – nicht eingerechnet sind dabei die zahllosen Altgeräte, die in Schränken und Kellern lagern. Gerade Computer werden oftmals zu solchen Staubfängern oder zu Abfall.

Das Konzept der Wiederverwertung: eine besondere Form von Recycling

Die einfachste Form der Wiederverwertung von Elektrogeräten ist der Verkauf. Für Smartphones und Tablets gibt es diesbezüglich einen lebendigen Sekundärmarkt. Für gebrauchte Computer finden sich hingegen fast nie Interessenten. Die IT-Branche hat deshalb das Konzept der Wiederverwertung als eine besondere Form des Recyclings entwickelt. Geräte werden durch neue Komponenten aufbereitet, um sie für den Verkauf interessant zu machen. „Refurbished“ oder „Generalüberholt“ lauten die gängigen Verweise auf diese Vorgehensweise.

Alternativ werden die Geräte demontiert, um einzelne Komponenten weiterzuverwenden. Apple nutzt beispielsweise das Aluminium alter iPhones für die eigenen Macbooks. Aber auch Prozessoren und sonstige Werkstoffe lassen sich auf diese Weise wiederverwenden. In Deutschland ist es sogar Pflicht, entsprechend zu verfahren: Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) legt fest, dass Handys, Computer und Co. zwischen 70 und 80 Prozent wiederverwendbar sein müssen. Der genaue Wert für das Recycling hängt von der jeweiligen Geräteklasse ab.

Die Vorteile der Wiederverwertung

Das IT-Recycling hilft nicht nur gegen die Flut von Elektroschrott und bei der Erfüllung der gesetzlichen Auflagen. Es gibt noch weitere Vorteile:

  • Rohstoffknappheit lässt sich umgehen oder zumindest entschärfen.
  • Die Abhängigkeit von den afrikanischen Kobalt- und Coltan-Minen sinkt, wo oft unter menschenunwürdigen Bedingungen gearbeitet wird.
  • Das Klima profitiert: Unternehmen können durch das Recycling jährlich bis zu 2.000 CO2-Emissionszertifikate erwerben.
  • Die Geräte werden günstiger. Auch einkommensschwächere Personenkreise oder beispielsweise Bildungseinrichtungen erhalten Zugang zu modernen Computern, Smartphones, etc.

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