Definition Was ist Web3?

Von SiLip

Als Web3 wird eine auf der Blockchain basierende neue WWW-Generation bezeichnet, die Konzepte wie Token-basierte Wirtschaft und Dezentralisierung beinhaltet. Geprägt wurde der Begriff 2014 durch Gavin Wood, einen der Schöpfer der Ethereum-Blockchain.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Web3 oder Web 3.0 beschreibt die dritte Entwicklungsstufe des Internets, die noch stärker vernetzt ist und neue Technologien wie natürliche Sprachverarbeitung, maschinelles Lernen und autonomes Verhalten beinhaltet. Hauptmerkmale von Web3 sind Dezentralisierung, Nutzung der Blockchain-Technologie, geteilte Verarbeitung der Daten und eindeutige Besitzrechte. Das World Wide Web soll damit zu einem Ort werden, an dem es transparenter und gerechter zugeht. Dafür sollen alle von Menschen online verbreiteten Informationen von Maschinen ausgewertet werden.

Unterschiede zwischen Web1, Web2 und Web3

Beim Web1 wurden Websites vor allem von Unternehmen betrieben, die volle Kontrolle über die Inhalte ausübten. Nutzer konnten auf statischen Webseiten surfen, jedoch höchstens über Chats, Foren und Gästebücher mit diesen interagieren.

Web2, die aktuelle Version, bietet deutlich größere Interaktionsmöglichkeiten. Dynamische Websites beziehen Inhalte aus verschiedensten Quellen und verändern sich dadurch häufiger. Endanwender haben die Möglichkeit, auf fremden Webseiten (Social-Media-Plattformen, Blogs, Messenger, Podcasts etc.) selbst neuen Content zu generieren. Allerdings bestimmen die Algorithmen der Unternehmen, die entsprechende Angebote zur Verfügung stellen, wie genau Anwender die Inhalte konsumieren.

Mit Web 3.0 sollen sich die Besitzverhältnisse ändern. Nutzer können zunehmend leichter interagieren, handeln und tauschen, ohne von den Servern großer Unternehmen abhängig zu sein. Darüber hinaus wird es einzelnen Usern möglich sein, kleine Teile des Internets zu „besitzen“, beispielsweise ein Grundstück in einer virtuellen Innenstadt oder den Hut einer Spielfigur in einem Online-Game.

Bedeutung von Web3 für die Nutzer

Da das Frontend der Websites von den neuen Technologien kaum beeinflusst wird, ändert sich für die User auf den ersten Blick nicht viel. Im Hintergrund sorgen jedoch statt zentralisierter Server Blockchain-basierte Provider für die Bereitstellung von Websites und Webapplikationen. Dadurch haben die Nutzer im Web3 künftig mehr Kontrolle über ihre Daten.

Große Datenpools, wie sie derzeit von Google oder Meta unterhalten werden, entfallen. Dadurch schrumpft die Macht der Technologiekonzerne, während die Flexibilität der Nutzer steigt.

Mögliche Nachteile von Web3

Da sich mit Web 3.0 die Einfluss- und Regulierungsmöglichkeiten auf die weitere Entwicklung des Internets verringern, besteht das Risiko der Anarchie im Netz. Zudem lassen die rechenintensiven Blockchain-Technologien den Energiebedarf des World Wide Web ansteigen. Hinzu kommt die Gefahr, dass Web-2.0-Dominatoren künftige Web3-Konzepte zu ihren Gunsten beeinflussen, um sich ihre Macht weiterhin zu sichern.

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