Definition Was ist Upskilling?

Autor / Redakteur: kebi / Heidemarie Schuster

Frei übersetzt bedeutet „Upskilling“ so viel wie Weiterbildung von Mitarbeitern in bestehenden Jobs. Aufgrund sich rasant weiterentwickelnder Technologien müssen Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Arbeitnehmer diese auch anwenden können.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ein Beispiel für ein Mitarbeiter-Upskilling ist ein Fabrikarbeiter, an dessen Arbeitsplatz digitale Überwachungssysteme installiert werden, um die Ausschussquote zu senken. Um diese Systeme zu verstehen, bedienen und entsprechend handeln zu können, muss der Arbeiter bezüglich deren Nutzung geschult werden. Die Rolle des Mitarbeiters bleibt stabil, während sich sein Tätigkeitsschwerpunkt verlagert. Upskilling zielt demnach immer darauf ab, Arbeitskräfte aufgrund des technischen Fortschritts nicht zu ersetzen, sondern so weiterzubilden, dass sie ihren Arbeitsplatz zukünftig effektiver ausfüllen.

Wesentliche Gründe für Upskilling

Senkung der Kosten für neue Mitarbeiter: Nach der Rekrutierung müssen Neueinstellungen umfassend geschult werden. Das ist teuer. Kostengünstiger ist es, bereits vorhandene Mitarbeiter aus- und weiterzubilden. Hinzu kommt, dass die Organisation innerbetrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen viel weniger aufwendig ist als externe Schulungsmaßnahmen.

Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit: In Zeiten der Digitalisierung können Unternehmen mit einer entsprechend ausgebildeten Belegschaft flexibler auf Marktveränderungen reagieren. Diese Regel trifft vor allem auf Branchen zu, für die die Digitalisierung vor einigen Jahren noch keine Rolle spielte. Die Praxis zeigt jedoch, selbst niedriger qualifizierte Arbeitnehmer vom Technologiewandel nicht verschont bleiben und entsprechende Schulungen benötigen.

Upskilling fördert das Engagement: Der größte Teil aller Arbeitnehmer hält berufliche Fortbildung und Weiterentwicklung für extrem wichtig. Umfragen haben ergeben, dass Bewerber Arbeitsstellen mit Fort- und Weiterbildungsangeboten bevorzugen. Zudem werden Arbeitgeber, die das Engagement ihrer Belegschaft zu würdigen wissen, von ihren innerbetrieblich qualifizierten Beschäftigten mit deutlich höherer Motivation und Loyalität belohnt.

Moderne, webbasierte Technologien

Im Grunde gab es Upskilling schon immer. Allerdings funktioniert die innerbetriebliche Weiterbildung heutzutage mit viel weniger Aufwand als früher. Ein gutes Werkzeug sind Webinare, bei denen einzeln oder in Gruppen, unter Anleitung eines Dozenten per Chat bzw. Livestream gelernt wird. Die einzige Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmer gleichzeitig vor dem Rechner, Tablet oder Handy sitzen. Ansonsten sind Zeitpunkt und Ort beliebig wählbar.

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