Definition Was ist Time-to-Value?

Von zeroshope

Time-to-Value ist ein Maßstab für die Kundenzufriedenheit im Digitalbereich. Er beschreibt die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Erkennen eines Mehrwertes der Softwarelösungen. Im Ergebnis können unterschiedliche Kategorien wichtig werden.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Ausdruck Time-to-Value („Zeit bis zu einem Mehrwert“) beschreibt die Messung von Kunden- bzw. Nutzerzufriedenheit im Digitalbereich. Es geht also darum, wie schnell Anwender einen konkreten Nutzen in einer von ihnen erworbenen Lösung sehen. Dabei kann sich es um eine gebuchte Software-as-a-Service (SaaS), eine On-Premises-Anwendung oder ein sonstiges Produkt der Sparte handeln.

Grundsätzlich steht die Messung unter der These, dass Nutzer einen möglichst schnellen Return-on-Investment (ROI) von ihrem Erwerb erwarten. Sie möchten also möglichst zeitnah einen Mehrwert erkennen. Dabei können aber unterschiedliche Kategorien wichtig werden.

Die verschiedenen Kategorien für eine Time-to-Value-Messung

Das Erkennen eines Mehrwertes hängt vom individuellen Fall ab. Bedürfnisse können schließlich von Kunde zu Kunde variieren. Deshalb wird zwischen den folgenden Kategorien unterschieden:

  • Basis-Mehrwert: Nutzer erkennen den grundsätzlichen Vorteil z.B. der Software. Sie habe diese aber noch nicht vollständig in Betrieb genommen. Tatsächlich kann das Erkennen des Basis-Mehrwertes sogar schon der Grund für eine Kaufentscheidung sein - es wird z.B. eine Anwendung zur Texterstellung benötigt und ein Anwender kauft deshalb eine Office-Lösung.
  • Kurzzeit-Mehrwert: Bei der ersten Nutzung stellt der Kunde fest, dass der eigene Erwerb die Erwartungen erfüllt, weshalb er gekauft hat. Entsprechende Anwender sind allerdings keine loyalen Käufer, da sie auf möglichst schnelle Bedürfniserfüllung aus sind und deshalb nicht spezielle Anbieter im Blick haben.
  • Langzeit-Mehrwert: Anwender wünschen auf Dauer einen Mehrwert durch beispielsweise eine SaaS. Besonders häufig ist dies im B2B-Bereich der Fall, wo die Integration entsprechender Lösungen lange Zeit dauern kann, weshalb entsprechende Erwartungen entstehen. Tritt der gewünschte Effekt ein, sind die Nutzer im Gegenzug treu.
  • Augenblicklicher Mehrwert: Dies ist für viele private Anwender wichtig. Sie haben einen speziellen Bedarf, der sofort befriedigt werden soll. Sie brauchen beispielsweise ein Programm, mit dem sie Videos bearbeiten können. Sie suchen allerdings häufig erst nach einer kostenlosen Lösung, da es für sie nicht selten um eine einmalige Bedürfnisbefriedigung geht.

Die Bedeutung des Time-to-Value-Maßstabes für Anbieter

Der Time-to-Value-Maßstab ist für die anbietenden Unternehmen ein wichtiger Hinweis auf die eigene wirtschaftliche Gesundheit. Kann die Zielgruppe beispielsweise den Basis-Mehrwert der offerierten Lösung sehr schnell erkennen, tätigt sie vermutlich einen Erwerb. Wird bekannt, dass das eigene Angebot einen Langzeit-Mehrwert hat, spricht sich dies zum eigenen Vorteil herum.

Zugleich gibt der Maßstab Hinweise, welches Kundenverhalten zu erwarten ist. Suchen diese beispielsweise nach einem augenblicklichen Mehrwert, sind kostenlose Testphasen ein guter Weg, um sie nicht nur für eine einmalige Nutzung zu interessieren, sondern eine längerfristige.

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