Definition Was ist Telearbeit?

Autor / Redakteur: zeroshope / Ann-Marie Struck

Der Begriff Telearbeit wird oft als Synonym für Homeoffice genutzt. Alternativ wird darauf verwiesen, dass Telekommunikationsgeräte zum Einsatz kommen. Beides ist nicht falsch, aber auch nicht ganz richtig. Gesetzliche Klarheit herrscht seit 2016.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Ausdruck Telearbeit war in vielen Betrieben lange gängig, um berufliche Tätigkeiten fern von der eigentlichen Arbeitsstätte zu beschreiben. Hierfür gab es zwei Gründe: Erstens steckt die Kurzform für Telekommunikation in dem Begriff. Entsprechende Geräte wie z.B. Computer oder Handys sind nötig, um aus Distanz die eigene Arbeit zu erfüllen. Zweitens ist „Tele“ eine griechische Vokabel und bedeutet „fern“. Der Ausdruck heißt also komplett eingedeutscht „Fernarbeit“. In der Regel handelt es sich bei der Örtlichkeit, in der gearbeitet wird, um die Privaträume des Mitarbeiters. Das Homeoffice dient deshalb inzwischen oft als Synonym für Telearbeit.

Gesetzliche Regelung: Telearbeit findet "im Privatbereich" statt

In Deutschland hat der Gesetzgeber erst 2016 im Rahmen der Novellierung der Arbeitsstättenverordnung die Regeln für die Telearbeit fixiert. § 2 Absatz 7 ArbStättV setzt diese Vorgaben:

  • Arbeitsort ist der „Privatbereich“ des Beschäftigten.
  • Es muss sich um einen „fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz“ handeln.
  • Der Arbeitgeber muss mit dem Beschäftigten verbindlich vereinbaren, wie lange der Arbeitsplatz wöchentlich genutzt wird.
  • Der Arbeitgeber oder eine von ihm beauftragte Person muss den Telearbeitsarbeitsplatz mit Mobiliar und Geräten ausstatten und diese ebenfalls installieren.

„Mobiles Arbeiten“ ist nicht gesetzlich definiert

Die obigen gesetzlichen Vorschriften gehen für viele Personen an der Wirklichkeit vorbei, die von Zuhause arbeiten. Der Gesetzgeber weiß dies und hat deshalb bewusst darauf verwiesen, dass Telearbeit an einen festen Ort im Privatbereich des Beschäftigten stattfindet. Alles andere fällt den in den Bereich des sogenannten „mobilen Arbeitens“. Und diesen Prozess hat der Gesetzgeber nicht definiert. Hier greift das Heimarbeitsgesetz, das beispielsweise keine Vorschriften darüber macht, dass Mobiliar gestellt werden muss.

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