Definition Was ist Second Life?

Von andi_dd

Seit 2003 gibt es das Projekt Second Life, in dem sich Benutzer in einem virtuellen Raum bewegen. Sie kommunizieren und interagieren mit anderen Usern, Unternehmen, kulturellen Einrichtungen und vielen weiteren Institutionen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei Second Life handelt es sich um eine virtuelle Welt, die von Benutzern gestaltet wird. Jeder registrierte User schafft sich einen eigenen Avatar. Mit dieser Kunstfigur bewegt er sich durch den digitalen Raum. Nutzer können zum Beispiel ein Haus bauen und sich mit anderen Avataren treffen. Vielen gilt das Projekt Second Life als wichtiger Meilenstein zur Entwicklung eines Metaversums, das eine erweiterte virtuelle Realität darstellt. Großkonzerne wie Facebook und Epic Games investieren momentan beträchtliche Summen in die Gestaltung von Metaversen. Der Unterschied ist aber, dass Nutzer bei Second Life künstliche Figuren gestalten. In einem Metaversum zeigen User dagegen mit ihrer eigenen Identität Präsenz.

Aufstieg der Plattform Mitte der Nullerjahre

Second Life basiert auf einer Idee des IT-Entwicklers Philip Rosedal. 2003 veröffentlichte er das Projekt mit seinem Unternehmen Linden Lab. Die US-amerikanische Firma verzeichnete nach einer schleppenden Anfangsphase ein rasantes Wachstum an Nutzern. Von 2006 bis 2014 vervielfachte sich die Anzahl an Nutzerkonten auf rund 36 Millionen. Diese Zahl spiegelt aber nicht die tatsächliche Anzahl an Usern wider, viele Mitglieder verfügen über mehrere Konten. Die Anzahl an aktiven Nutzern erreichte bereits 2007 ihren Höhepunkt, seitdem geht sie zurück. In den letzten Jahren hat sich dieser Trend beschleunigt. Dennoch kommt Second Life weiterhin eine große Bedeutung zu, weil sich viele Metaversum-Entwickler an dieser Plattform orientieren.

Vielfältige Möglichkeiten für Nutzer

Die Attraktivität von Second Life basiert auf zahlreichen Handlungsoptionen und der ansprechenden grafischen Darstellung. Die einzelnen Nutzer können Land kaufen, Wohnungen mieten, realistisch nachgebaute Museen besuchen und mit anderen Usern auf unterschiedliche Arten interagieren. Auch den Handel erlaubt das Projekt, die Währung nennt sich Linden-Dollar. Diese virtuelle Währung erwerben User mit echtem Geld. Viele Unternehmen haben das Potenzial erkannt und verkaufen in Second Life virtuelle oder physische Produkte. Institutionen wie Kultur- sowie Bildungseinrichtungen, Behörden, Parteien und gemeinnützige Organisationen nutzen die virtuelle Welt ebenfalls für ihre Ziele. Die Software von Second Life stellt alle Avatare und digitale Objekte wie Häuser dreidimensional dar, dadurch ergibt sich ein spannendes Nutzererlebnis. Öffentliche und private Chats sowie Gruppenchats dienen der Kommunikation zwischen Usern und weiteren Akteuren wie Firmen. Audio- und Videostreams kommen als Pluspunkte hinzu.

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